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Clonezilla Live 3.3 mit Linux-Kernel 6.16 und neuen Dienstprogrammen veröffentlicht

Clonezilla Live 3.3 wird auf Linux-Kernel 6.16 aktualisiert, fügt ocs-blkdev-sorter hinzu, verbessert die Geräteverwaltung und behebt wichtige Fehler aus früheren Versionen.
Eine Übersetzung von 🇬🇧 Linuxiac.com

Clonezilla Live, eine kostenlose und quelloffene Software zum Klonen und Erstellen von Images von Festplatten, die für die Sicherung, Wiederherstellung und Bereitstellung von Systemen entwickelt wurde, hat gerade ihren neuesten stabilen Snapshot, v3.3, veröffentlicht.

Diese Version basiert auf dem Debian Sid-Repository-Snapshot vom 17. Oktober 2025 und wird mit dem Linux-Kernel 6.16 ausgeliefert, der eine breitere Hardwarekompatibilität und verbesserte Treiberunterstützung für eine Reihe von Systemen bietet.

Zu den bemerkenswerten Updates gehört, dass Partclone auf Version 0.3.38 aktualisiert wurde, wodurch ein Problem im Zusammenhang mit Btrfs behoben wurde. Darüber hinaus enthält die neue Version mehrere neue Dienstprogramme und interne Verbesserungen:

  • ocs-blkdev-sorter – ein neues Tool, mit dem udev Clonezilla-Alias-Blockgeräte in /dev/ocs-disks/ erstellen kann. Es ist Teil eines neuen Mechanismus, der entwickelt wurde, um das seit langem bestehende Problem der zufälligen Reihenfolge von Kernel-Blockgeräten zu beheben.
  • ocs-live-time-sync – ein Dienstprogramm, das die Systemzeit automatisch synchronisiert, wenn eine Internetverbindung verfügbar ist. Wenn keine Verbindung besteht, stellt Clonezilla die Zeitzone nun stattdessen anhand der BIOS-Uhr ein.
  • ocs-cmd-screen-sample – ermöglicht die Verwendung von „Run Again”-Skripten mit screen, tmux oder direkt in der Konsole für eine bessere Sitzungsverwaltung.
  • ocs-live-gen-ubrd – ermöglicht es Benutzern, eine OCS-ZIP-Datei mit einem U-Boot-fähigen Image zusammenzuführen und so eine bootfähige Raw-Disk für eingebettete Anwendungsfälle zu erstellen.

Darüber hinaus kann ocs-blk-dev-info nun detaillierte Blockgeräteinformationen im JSON-Format ausgeben, wodurch sich Clonezilla leichter in automatisierte Skripte und externe Tools integrieren lässt.

Diese Version enthält auch mehrere interne Verbesserungen, um die Reaktionsfähigkeit und Effizienz zu steigern. So wurden beispielsweise ocs-get-dev-info und ocs-blk-dev-info für eine höhere Geschwindigkeit optimiert, während ocs-scan-disk die Ergebnisse nun in einem besser lesbaren Format anzeigt.

Die Live-Umgebung von Clonezilla wurde ebenfalls um einige praktische Funktionen erweitert. Sowohl atd als auch cron sind nun enthalten (obwohl standardmäßig deaktiviert), sodass bei Bedarf zeitgesteuerte Vorgänge möglich sind. Das Live-Boot-Paket wurde um den neuen Parameter ethdevice-link-timeout erweitert, wobei die Standard-Zeitüberschreitung auf 7 Sekunden reduziert wurde, um eine schnellere Netzwerkerkennung zu ermöglichen.

Die Auswahl der Spracheinstellung und der Tastatur wurde in die Login-Shell verschoben, und fbterm wird nun standardmäßig verwendet, um die Internationalisierungsunterstützung zu verbessern. Der neue Mechanismus zur automatischen Einstellung der Konsolen-Schriftgröße verbessert die Benutzerfreundlichkeit bei verschiedenen Bildschirmkonfigurationen weiter.

Fortgeschrittene Benutzer werden die neu hinzugefügten Optionen im Expertenmodus für die Imageerstellung von MTD-Block- und eMMC-Boot-Geräten zu schätzen wissen – beides wichtige Funktionen für eingebettete Systeme und moderne Speichertypen. Die neuen Parameter -smtd, -smmcb, -rmtd und -rmmcb übernehmen das Speichern und Wiederherstellen für diese Geräte.

Darüber hinaus überprüft Clonezilla nun, ob LVM Thin Provisioning verwendet wird, und stoppt den Vorgang, wenn dies festgestellt wird, um eine mögliche Datenbeschädigung zu verhindern.

Weitere wichtige Änderungen sind:

  • Bilddateinamen können nun ohne Fehler Klammern () enthalten.
  • Die Dateinamen der Wiederherstellungs-ISO- und ZIP-Dateien enthalten nun automatisch die CPU-Architektur.
  • Das Paket dhcpcd-base ersetzt dhclient, das veraltet ist.
  • Die GRUB-Konfiguration enthält nun efitextmode 0 für eine bessere UEFI-Kompatibilität.
  • Vollständige Repack-Befehle werden zur Referenz in den Metadaten des Images gespeichert.

Weitere Informationen finden Sie in der Ankündigung. Clonezilla 3.3 steht auf SourceForge zum Download bereit.

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