
HandBrake 1.11 Videotranscoder mit ProRes-, DNxHR- und AV1-Kodierung veröffentlicht
Der Videotranscoder HandBrake 1.11 bietet nun ProRes- und DNxHR-Encoder, AMD AV1-Hardwareunterstützung, MOV-Ausgabe und aktualisierte Multimedia-Bibliotheken.
Eine Übersetzung von 🇬🇧 Linuxiac.com
Der beliebte Open-Source-Videotranscoder HandBrake hat die Version 1.11 veröffentlicht, die nun auch die Codierung von Videos im Containerformat MOV unterstützt. Das Update enthält außerdem neue Encoder für DNxHR und ProRes, die beide in der professionellen Videoproduktion weit verbreitet sind.
Die DNxHR-Voreinstellungen unterstützen jede Auflösung mit HQX- und SQ-Encoder-Profilen und enthalten Proxy-Voreinstellungen für 2160p, 1080p und 540p mit dem LB-Profil. In ähnlicher Weise bieten die ProRes-Voreinstellungen Standard-, HQ- und LT-Codierungsprofile, ebenfalls mit Proxy-Varianten für mehrere Auflösungen. Diese Voreinstellungen unterstützen 24-Bit-PCM-Mehrkanal-Audio mit Passthrough-Fähigkeit.
HandBrake 1.11 verbessert auch die AV1-Unterstützung durch Hinzufügen einer neuen AV1 VCN 2160p 4K-Voreinstellung für AMD-GPUs ab der Radeon RX 9000-Serie und führt einen AMD VCN AV1 10-Bit-Encoder ein.
Die Videopipeline erhält mehrere weitere Verbesserungen. Die Version fügt die Auswahl von MPEG-2-Profilen und -Levels hinzu und ermöglicht das Muxen von FFV1-Videostreams in den MP4-Container. Das Suchverhalten von AV1 innerhalb von MP4-Containern wurde ebenfalls verbessert, wenn es mit Apple-Software verwendet wird.
Auch das Audiosubsystem erhält Updates. HandBrake 1.11 bietet nun PCM-Kodierung und Passthrough-Unterstützung und ermöglicht die Definition einer benutzerdefinierten Kanalreihenfolge.
Auf der Plattformseite profitieren Benutzer von Linux von mehreren Verbesserungen der Benutzeroberfläche und der Benutzerfreundlichkeit. Die Anwendung verwendet nun GtkFileLauncher beim Öffnen von Dateien in Sandbox-Umgebungen, wodurch die Kompatibilität mit Flatpak und anderen Sandbox-Distributionen verbessert wird.
Die Version enthält außerdem Schaltflächen zum Durchblättern der Vorschauen auf der Übersichtsseite, eine Option zum Ändern der Sprache der Benutzeroberfläche, eine verbesserte Anzeige der Dateigrößen und behebt Probleme bei der Erkennung des Speicherplatzes.
Unter macOS führt das Update einen Benachrichtigungston ein, wenn die Codierung abgeschlossen ist, während die Anwendung im Vordergrund läuft. Dateinamen, die in der Warteschlange angezeigt werden, werden nun in der Mitte abgeschnitten, entsprechend dem Verhalten des Finders. Außerdem sind mehrere kleinere Fehlerbehebungen und Lokalisierungsaktualisierungen enthalten.
Benutzer von Windows sollten eine wichtige Änderung der Laufzeitumgebung beachten. Die HandBrake-Benutzeroberfläche erfordert nun Microsoft .NET Desktop Runtime 10.0.x, das die zuvor erforderliche .NET 8-Laufzeitumgebung ersetzt. Mit dieser Version wird auch die Unterstützung für Intel HyperEncode eingestellt, das upstream als veraltet gilt.
Im Hintergrund aktualisiert HandBrake 1.11 eine Vielzahl von Bibliotheken von Drittanbietern. Dazu gehören unter anderem FFmpeg 8.0.1, SVT-AV1 4.0.1, libdav1d 1.5.3, libvpx 1.16.0, x265 r13309 und oneVPL 2.16.0 für Intel QSV-Unterstützung. Das Build-System wurde ebenfalls aktualisiert, einschließlich neuerer mingw-w64- und macOS-Toolchain-Komponenten.
Weitere Informationen finden Sie im Changelog. HandBrake 1.11 ist ab sofort für Linux, macOS und Windows verfügbar.
Wie bei früheren Versionen wird den Benutzern empfohlen, vor dem Upgrade sicherzustellen, dass keine ausstehenden Codierungsaufträge vorhanden sind. Es wird außerdem empfohlen, benutzerdefinierte Voreinstellungen und Anwendungseinstellungen zu sichern, da diese zwischen den Hauptversionen möglicherweise nicht immer kompatibel bleiben.
















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