
openSUSE veröffentlicht Agama Installer 19 mit umfassender architektonischer Überarbeitung
Die neue Version 19 des Agama-Linux-Installationsprogramms von openSUSE bietet eine überarbeitete Kernarchitektur, eine neue API-Grundlage, eine verbesserte Web-Benutzeroberfläche und vieles mehr.
Eine Übersetzung von 🇬🇧 Linuxiac.com
Agama, das Linux-Installationsprogramm der nächsten Generation vom YaST-Team von SUSE, hat die Version 19 veröffentlicht, die von den Entwicklern als „Neuanfang“ für das Projekt bezeichnet wird.
Agama 19 verfügt über eine neu gestaltete Architektur mit einer übersichtlichen, einheitlichen API-Schicht. Frühere Versionen wiesen Einschränkungen auf, welche die Entwicklung einer stabilen Programmierschnittstelle behinderten. Das neue Design beseitigt diese Hindernisse und ermöglicht es externen Tools und Integrationen, direkt mit dem Installationsprogramm zu interagieren, unabhängig von dessen Benutzeroberfläche oder Befehlszeilenschnittstelle.
Trotz der internen Änderungen wurde die Abwärtskompatibilität gewahrt. Bestehende JSON- und Jsonnet-Konfigurationsprofile funktionieren weiterhin unverändert, wodurch sichergestellt wird, dass automatisierte und unbeaufsichtigte Installationsabläufe intakt bleiben.
Agama 19 ersetzt zudem einige ältere Komponenten von YaST. Während YaST weiterhin Teile des Installationsprogramms verwaltet, nutzen die Module für die Benutzer- und Softwareverwaltung nun einfachere, speziell entwickelte Implementierungen.
Darüber hinaus führt Agama 19 neue Funktionen ein, darunter die Unterstützung für verschiedene Installationsmodi. Bei der Installation von experimentellen Builds von SUSE Linux Enterprise Server 16.1 oder dessen SAP-Variante können Benutzer zwischen einer Standard- und einer unveränderlichen Konfiguration wählen.
Auch die erweiterten Konfigurationsoptionen wurden ausgebaut. Das Installationsprogramm unterstützt nun die Bereitstellung in bestehenden LVMVolumengruppen, einschließlich der Größenänderung oder Wiederverwendung logischer Volumes und des Hinzufügens neuen physischen Speichers. Zu den weiteren Funktionen gehören mehr Kontrolle über das Verhalten des Bootloaders, wie beispielsweise das Deaktivieren von NVRAM-Updates, sowie eine erweiterte SSH-Schlüsselkonfiguration sowohl für Root- als auch für reguläre Benutzer.
Schließlich wurden die Live-Installationsmedien aktualisiert und bieten nun ein überarbeitetes Startmenü, eine verbesserte Unterstützung für die serielle Konsole, eine einheitliche Handhabung von Kernel und Initramfs über alle Architekturen hinweg sowie einen neuen Startparameter, mit dem vor der Installation ein interaktives Netzwerkkonfigurationstool gestartet werden kann.
Weitere Einzelheiten finden Sie in der Ankündigung. Wer den neuen openSUSE-Installer ausprobieren möchte, kann die ISO-Dateien herunterladen.
🎓 Beachten Sie bitte, dass Version 19 eine neue Grundlage für Agama schafft und daher noch kein fertiges Produkt ist. Aufgrund des Umfangs der Änderungen können einige Probleme auftreten. Vor diesem Hintergrund bitten die Entwickler um Tests und Feedback.
Spendieren Sie Bobby einen ☕ Ko-fi
s3n🧩net wünscht viel Vergnügen
















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