
Samba 4.23 veröffentlicht mit standardmäßig aktivierten SMB3-Unix-Erweiterungen
Samba 4.23 aktiviert standardmäßig SMB3-Unix-Erweiterungen und verbessert damit die POSIX-Interoperabilität für Linux- und UNIX-Clients mit entsprechenden Berechtigungen und Symlinks.
Eine Übersetzung von 🇬🇧 Linuxiac.com
Sechs Monate nach der Veröffentlichung der Version 4.22 hat Samba, die renommierte Open-Source-Software-Suite, die Dateifreigabe- und Druckdienste über verschiedene Betriebssysteme hinweg, darunter Windows und Unix, ermöglicht, ihre neueste Version, Samba 4.23, veröffentlicht.
Das wichtigste Highlight: SMB3-Unix-Erweiterungen sind nun standardmäßig aktiviert. Das bedeutet, dass Linux- und UNIX-Clients ohne zusätzliche Konfiguration die richtige POSIX-Semantik erhalten – beispielsweise korrekte Berechtigungsverwaltung, Symlinks, Hardlinks und spezielle Dateitypen. Windows-Clients, die diese Erweiterungen nicht unterstützen, funktionieren weiterhin normal.
Eine weitere wichtige Änderung ist die Unterstützung von SMB3 über QUIC. Administratoren können Samba nun so konfigurieren, dass QUIC neben TCP als Transportoption verwendet wird. Auf der Serverseite ist dafür das Kernel-Modul quic.ko aus dem Projekt lxin/quic erforderlich, das mit Linux 6.14 getestet wurde.
Auf der Client-Seite gibt es einen Fallback auf die Userspace-Bibliothek ngtcp2, wenn das Kernel-Modul nicht vorhanden ist. Diese Konfiguration bietet mehr Flexibilität beim sicheren Dateitransport.
Samba 4.23 aktualisiert auch die Verarbeitung von Datei-Zeitstempeln. Anstelle des älteren verzögerten Schreibverhaltens wendet Samba nun sofortige Zeitstempel-Aktualisierungen an, um modernen Windows 10- und Windows Server 2016-Systemen zu entsprechen.
Zur Überwachung exportiert der neue smb_prometheus_endpoint Metriken in einem Prometheus-kompatiblen Format, wodurch sich Samba einfach in Prometheus- und Grafana-Setups einbinden lässt. Administratoren können nun die Leistung und den Serverzustand in Echtzeit verfolgen.
Auf der Verwaltungsseite wurde der Befehl samba-tool domain backup um die Option --no-secrets erweitert, die die Speicherung vertraulicher Attribute wie BitLocker-Wiederherstellungsdaten und TPM-Informationen verhindert und Backups für Labor- oder Testdomänen sicherer macht.
CTDB wurde ebenfalls aktualisiert und unterstützt nun das Laden von Tunables aus /etc/ctdb/tunables.d/, wodurch Anbieter und Administratoren mehr Flexibilität beim Versand oder Überschreiben von Cluster-Einstellungen erhalten. Darüber hinaus unterstützt Samba nun Profiling-Statistiken pro Freigabe, was eine detaillierte Aktivitätsüberwachung für einzelne Freigaben ermöglicht, wenn das Profiling aktiviert ist.
Schließlich enthält die Version auch mehrere Fehlerbehebungen seit den früheren Release-Kandidaten, darunter Probleme mit macOS Finder DFS, der Verarbeitung selbstsignierter Zertifikate und AD-Domänenbeitritten.
Benutzer, die ein Upgrade auf Samba 4.23 durchführen möchten, sollten die Versionshinweise sorgfältig lesen, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten.















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