
Alles neu macht die 5: Mastodon macht sich schick
Mastodon in der fünften Inkarnation schickt sich an, das Design komplett zu überholen und dabei viele alte Zöpfe abzuschneiden. Insgesamt verspricht die neue Oberfläche ein modernes Erlebnis mit weniger Missverständen.
Manchmal ist es eben Zeit für einen Frühlingsputz. Das gilt auch für Softwareprojekte, die mitunter über viele Jahre lang "organisch" gewachsen sind. Eine neue Funktion hier, eine neue Funktion da, schon ist das Chaos perfekt und schreit nach einem generalstabsmäßigen Neudesign.
Mastodon 5.0
Kürzlich wurde das Konzept für Mastodon 5.0 vorgestellt, Untertitel: Laying the foundation. Und die neue Grundlage hat es in sich, wird doch so einiges umgekrempelt. Das Composer-Fenster macht sich frei, Selektoren und Einstellungen machen sich schick, "Quiet public" verlässt den Chat und "Private Erwähnungen" heißen jetzt "Nachrichten". Aber am sichtbarsten dürfte die neue "Navigationsleiste" am linken Rand sein, die alles Wichtige außer der Tootline enthalten wird.
Composer
Die kleine Trötbox in der linken Seitenleiste wird flügge und schafft so mehr Raum für das Wesentliche: Die Trötline. In Zukunft verschwindet das Eingabefenster hinter einem ✒️ Button, der sich unauffällig in die Oberfläche integriert und nicht permanent Platz verschlingt, der für andere Zwecke besser aufgehoben wäre - schließlich verbringt man die meiste Zeit auf Mastodon nicht im Schreib- sondern im Lesezugriff.
Mit der Trötbox-Spalte auf Abwegen ergeben sich neue gestalterische Möglichkeiten, so etwa die bereits erwähnte "Navigationsleiste".
Navigation im Abseits
Die Navigation tritt an den Seitenrand und überlässt der Trötline die große Bühne: ganz wie man es auch von Messengern und Team-Kommunikatoren kennt.
Benachrichtigungen (notifications) und die neuen Nachrichten (messages) sind fortan von dort aus erreichbar.
Apropos Messages
Raider heißt jetzt Twix, die CDU Christlich-Dummdreiste-Union und Private Erwähnungen heißen jetzt Nachrichten. Darüber hinaus wird der Nachrichtentyp "Quiet public" in Rente geschickt - offenbar waren wir nicht die einzigen, die mit der oxymoronischen Mischung aus Public und Quiet nicht viel anfangen konnten (spezielle Grüße an Izzy) 😉.
Als Ersatz dient künftig eine Unteroption für öffentliche Posts - äquivalent zu jenen Optionen, die zuvor den Nachrichtentyp "Quiet public" ausmachten - namentlich die Auffindbarkeit in öffentlichen Feeds und Suchergebnissen.
Selektoren und Zitierfähigkeit
Der Visibility-Selektor ist nach einem kurzen Dasein als Modal nun wieder ein Dropdown (weil irgendwie cooler) und die Einstellungen in Bezug auf Zitate sind nun sinnvollerweise abgestuft, schließlich muss man nicht entscheiden, wer zitieren darf, wenn die Voreinstellung lautet, dass überhaupt niemand zitieren darf.
Fazit
Mastodon macht sich auf zu neuen Designufern. Die Änderungen entspringen nicht zuletzt der User-Umfrage Mastodons von Anfang August und wurden offenbar fleißig von Imani Joy (Head od Design) vorangetrieben, die vergangenen Sommer als Designfachkraft zum Team stieß. Und der Schlüssigkeit und visuellen Attraktivität der GEPLANTEN Änderungen zufolge, war diese Verstärkung jeden Cent wert.
⚠️ Hinweis: Dieser Artikel enthält Entwürfe und Screenshots von Projekten, die sich derzeit in der Entwicklung befinden – das endgültige Ergebnis kann von dem hier gezeigten abweichen.
s3n🧩net wünscht viel Vergnügen mit Mastodon 2.0 5.0

















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