
Der Agama Installer 22 von openSUSE bietet nun die Einrichtung von VLANs
Agama 22 verbessert die Weboberfläche des Installationsprogramms durch eine neu gestaltete Kopfzeile, verbesserte Tools, VLAN-Einstellungen und Funktionen zur Verwaltung des Dateisystems.
Eine Übersetzung von 🇬🇧 Linuxiac.com
Agama, das Linux-Installationsprogramm der nächsten Generation vom YaST-Team von SUSE, hat die Version 22 veröffentlicht. Diese Version optimiert in erster Linie die Benutzererfahrung beim Installationsvorgang, angefangen bei einer neu gestalteten Kopfzeile und Symbolleiste in der Weboberfläche.
Das aktualisierte Layout zeigt auf jeder Seite den Produktnamen und das Logo an, führt verbesserte Breadcrumbs für eine einfachere Navigation ein und entfernt die Schaltfläche Überprüfen und installieren, die Entwickler als überflüssig und verwirrend empfanden.
Über die Symbolleiste sind die Installationswerkzeuge nun in der gesamten Benutzeroberfläche leichter zugänglich. Der Fortschrittsbalken ist stets sichtbar und erscheint nicht mehr nur während der Ausführung von Aufgaben. Das Tool zum Herunterladen von Protokollen bietet nun klarere Informationen zu seiner Funktion und zum Status der Datenerfassung.
Zudem wurde die bisherige Option Konfiguration herunterladen durch das Tool Konfiguration anzeigen ersetzt, das die JSON-Konfiguration des Installationsprogramms übersichtlicher darstellt.
Agama 22 führt außerdem ein neues Design-Tool ein, mit dem Benutzer Kontrast- und Farbeinstellungen vornehmen können. Basierend auf PatternFly 6.5 bietet es einen hellen, einen dunklen und einen kontrastreichen Modus. Der dunkle Modus verwendet standardmäßig die Markenfarben von SUSE, während Produkte sowohl das helle als auch das dunkle Design mithilfe von Design-Tokens an ihre eigene Marke anpassen können.
Die Speicherkonfiguration wurde verbessert: Die Weboberfläche bietet nun zusätzliche Dateisystemeinstellungen sowie überarbeitete Bereiche zur Konfiguration von Festplatten, Partitionen und logischen Volumes. Diese Bereiche sind nun besser auf den Rest der Agama-Oberfläche abgestimmt und benutzerfreundlicher.
Wichtig ist, dass die Netzwerkkonfiguration nun die Einrichtung von VLANs direkt in der grafischen Weboberfläche umfasst. Über die Weboberfläche von Agama lassen sich WLAN-, Ethernet-, Bridge-, Bond- und VLAN-Verbindungen konfigurieren.
Auch das Befehlszeilen-Installationsprogramm wurde aktualisiert. Der textbasierte Monitor von Agama beantwortet nun interaktiv Fragen des Installationsprogramms, was Befehlen wie agama config load zugutekommt, die den Monitor zur Anzeige von Ergebnissen nutzen.
Schließlich führt Agama 22 für unbeaufsichtigte Installationen einen neuen Abschnitt namens access in seiner JSON-Konfiguration ein. Benutzer können festlegen, ob das installierte System nach der Installation über SSH oder Cockpit erreichbar sein soll. Agama aktiviert daraufhin den erforderlichen Dienst, öffnet den Firewall-Port und nimmt automatisch die notwendigen Anpassungen vor.
Weitere Details finden Sie in der Ankündigung. Wer den neuen openSUSE-Installer ausprobieren möchte, kann die ISO-Dateien hier herunterladen. Die nächste Version, Agama 23, wird in etwa einem Monat veröffentlicht.
Bildnachweis: openSUSE
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