
Der BitTorrent-Client „Transmission“ wurde nach Meinungsverschiedenheiten unter den Betreuern als „ReTransmission“ geforkt
Das Projekt „Transmission“ wurde in „ReTransmission“ geforkt, nachdem es unter den Betreuern seit längerem Uneinigkeit über die Erweiterung des Betreuerteams gab.
Eine Übersetzung von 🇬🇧 Linuxiac.com
Transmission, einer der bekanntesten Open-Source-BitTorrent-Clients unter Linux, wurde aufgrund langjähriger Meinungsverschiedenheiten unter den Betreuern hinsichtlich der Projektführung in ein neues Projekt namens ReTransmission aufgespalten.
Dass es diese Abspaltung gab, wurde im Rahmen einer Diskussion im offiziellen GitHub-Repository von Transmission bekannt, als Nutzer fragten, warum ein separates ReTransmission-Projekt entstanden sei.
Charles Kerr, der seit langem zu den Entwicklern und Betreuern von Transmission gehört, sagt:
Dafür gibt es mehrere Gründe, aber derjenige, der sich am einfachsten und schnellsten erklären lässt, ist, dass damit eine seit Langem bestehende Meinungsverschiedenheit zwischen den Transmission-Betreuern darüber beigelegt wird, ob weitere Betreuer hinzugezogen werden sollen oder nicht.
Kerr erklärt außerdem, dass sich ReTransmission noch in einem frühen Stadium befindet und signierte Binärdateien noch nicht verfügbar sind. Er erwähnte zudem, dass eine ausführlichere Ankündigung zur Situation geplant ist, sobald der Fork mit der Veröffentlichung tatsächlicher Releases beginnt.
Der vollständige Code und die Entwicklungshistorie von Transmission sind bereits in einem neuen Git-Repository vorhanden. Der neue Fork versteht sich als BitTorrent-Client für Linux, macOS und Windows und behält die bekannten GTK- und Qt-Desktop-Oberflächen von Transmission, die macOS- und Windows-Anwendungen, den Headless Daemon, die Befehlszeilentools sowie die Weboberfläche bei.
Die Entwicklung läuft bereits in der separaten GitHub-Organisation „retransmission“, und auch die nächtlichen Quellcode-Builds werden aus dem Repository des Projekts bezogen.
🎓 Die wichtigste noch offene Frage ist, welche Auswirkungen der Fork auf Transmission selbst haben wird. Als die Diskussionen rund um die Ankündigung an Fahrt gewannen, tauchten mehrere Fragen auf: Wird Transmission das Hauptprojekt bleiben? Wie werden Fehlerbehebungen und neue Funktionen zwischen den beiden Codebasen übertragen? Und wird die Pflege zweier eng miteinander verbundener Projekte zu zusätzlichem Arbeitsaufwand für die Entwickler führen?
Derzeit gibt es keine eindeutigen Antworten auf diese Fragen, aber wie immer werden wir den Fork im Auge behalten und beobachten, wie sich die Dinge dort entwickeln.
Transmission ist seit vielen Jahren als schlanker und weit verbreiteter BitTorrent-Client verfügbar, insbesondere unter Linux- und macOS-Nutzern, und hat sich dank seines Daemons und seiner Weboberfläche auch auf Servern, NAS-Geräten und anderen Systemen ohne grafische Benutzeroberfläche durchgesetzt.
🎓 Vorerst müssen Transmission-Nutzer keine Änderungen vornehmen. Da ReTransmission noch ein junger Zweig ohne regulären Release-Kanal ist, hat Kerr erklärt, dass eine ordnungsgemäße Ankündigung mit weiteren Details erfolgen wird, sobald die Veröffentlichungen beginnen.
Allerdings ist derzeit noch unklar, wie es danach weitergehen wird – ob ReTransmission zu einem vollständig unabhängigen BitTorrent-Client werden wird oder ob die beiden Projekte weiterhin parallel weiterentwickelt werden.
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