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Der KDE Plasma Login Manager unterstützt keine Linux- oder BSD-Systeme ohne Systemd

Der neue Plasma Login Manager von KDE ist eng mit systemd verbunden, sodass er auf Linux-Distributionen ohne systemd und BSD-Systemen nicht verwendet werden kann.
Eine Übersetzung von 🇬🇧 Linuxiac.com

Der kommende Plasma Login Manager von KDE wird erstmals offiziell in Plasma 6.6 (Veröffentlichung für den 17. Februar geplant) erscheinen und wurde ausdrücklich als Nachfolger des langjährigen SDDM entwickelt, das seit Jahren von KDE Plasma verwendet wird.

Die KDE-Entwickler haben ihn tief in den Plasma-Stack selbst integriert, mit dem Ziel, den Anmeldeprozess zu modernisieren, indem sie ihn enger an die tatsächliche Start- und Verwaltungsweise von Plasma-Sitzungen anpassen und so die historische Komplexität und doppelte Logik reduzieren, die sich um SDDM angesammelt haben.

Allerdings gibt es einige Einschränkungen, die Nutzer von systemd-freien Linux-Distributionen oder BSD-Systemen wahrscheinlich nicht zu schätzen wissen werden. Hier erfahren Sie, worum es dabei geht.

PLM ist streng systemd-nativ und stützt sich auf systemd-logind und systemd-user-services für die Verwaltung des Sitzungslebenszyklus, Berechtigungen und die Sitzungsverwaltung. Dies sind harte Abhängigkeiten, keine optionalen Funktionen, und sie bilden die Grundlage des neuen Anmeldungsmanagers.

Aus diesem Grund können Linux-Distributionen ohne systemd den Plasma Login Manager nicht verwenden. Das Gleiche gilt für alle BSD-Betriebssysteme, denen systemd vollständig fehlt und die keinen kompatiblen Ersatz für die APIs bieten, auf denen PLM basiert. Wie einer der KDE-Entwickler auf Reddit kommentierte:

Letztendlich möchten wir natürlich nicht die Unterstützung für BSDs und andere Nischen-Distributionen einstellen, aber wir möchten auch nicht darauf verzichten, der Mehrheit der Nutzer das bestmögliche Erlebnis zu bieten.

Um Verwirrung zu vermeiden, muss betont werden, dass die fehlende PLM-Unterstützung auf systemd-freien Linux-Distributionen oder BSD-Systemen nicht bedeutet, dass Sie die KDE Plasma-Desktopumgebung dort nicht verwenden können. Plasma selbst bleibt auf diesen Plattformen weiterhin voll nutzbar.

Mit anderen Worten: Für diese Benutzer bleibt die Situation unverändert. Auf ihren Systemen wird Plasma weiterhin auf SDDM oder andere plattformspezifische Startmechanismen zurückgreifen, wobei es keine Anzeichen seitens KDE gibt, dass PLM über systemd-Umgebungen hinaus portierbar gemacht werden soll.

 

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