
Die beste Datenschutz-Erweiterung für Firefox wird zur integrierten Funktion
Firefox 153 führt eine native Vorschau der „Container“-Funktion ein, mit der Konten, Cookies, Website-Daten und verschiedene Bereiche der Online-Aktivitäten der Nutzer voneinander getrennt werden können.
Eine Übersetzung von 🇬🇧 Linuxiac.com
Mozilla hat in Firefox 153 native Container eingeführt und damit eine der nützlichsten Funktionen des Browsers zur Kontentrennung direkt in Firefox integriert, ohne dass Nutzer eine Erweiterung installieren müssen.
Was genau bewirkt diese neue Funktion also? Kurz gesagt: Mit Containern können Nutzer ihr Surfen in separate Bereiche wie „Privat“, „Arbeit“, „Bankgeschäfte“ und „Einkaufen“ unterteilen. Jeder Container verwaltet seine eigenen Cookies und Anmeldesitzungen, auch wenn alle innerhalb desselben Firefox-Fensters geöffnet sind.
Mit anderen Worten: Firefox kann Tabs so behandeln, als gehörten sie zu unterschiedlichen Browserumgebungen. Eine im Container „Arbeit“ geöffnete Website teilt ihre Anmeldesitzung nicht mit derselben Website, die im Container „Privat“ geöffnet ist.
Ein offensichtlicher Vorteil ist die Möglichkeit, mehrere Konten desselben Dienstes gleichzeitig zu nutzen. So können Nutzer beispielsweise ein privates Gmail-Konto in einem Container und ein berufliches Konto in einem anderen offen halten, ohne sich ständig abmelden oder einen zweiten Browser öffnen zu müssen.
Container können auch dabei helfen, nicht miteinander in Zusammenhang stehende Online-Aktivitäten voneinander zu trennen. Nutzer könnten beispielsweise Online-Einkäufe in einem Container, Bankgeschäfte in einem anderen und soziale Medien in einem dritten Container abwickeln. Da Cookies und Werbedaten in ihren jeweiligen Containern verbleiben, ist es weniger wahrscheinlich, dass Aktivitäten aus einem Teil des Browsers mit Aktivitäten in anderen Bereichen in Verbindung gebracht werden.
🎓 Um es klar zu sagen: Dies macht Nutzer nicht anonym und ersetzt keinen Inhaltsblocker oder andere Datenschutz-Tools. Was es jedoch bietet, ist eine praktische Trennungsebene zwischen verschiedenen Konten und Browsing-Kontexten.
Das Öffnen eines neuen Container-Tabs ist einfach. Nutzer können mit der rechten Maustaste auf einen Tab klicken, die Schaltfläche Neuer Tab gedrückt halten oder Container über die Firefox-Einstellungen verwalten.
Die Idee an sich ist nicht neu. Mozilla bietet diese Funktionalität bereits seit fast einem Jahrzehnt über die Erweiterung „Multi-Account Containers“ an. Die wesentliche Neuerung besteht darin, dass diese Kernfunktion nun zu einer nativen Firefox-Funktion wird, wodurch sie für normale Nutzer leichter zu entdecken und zu nutzen ist.
Mozilla bezeichnet die aktuelle Umsetzung als Vorschau, sodass noch nicht alle Funktionen der bestehenden Erweiterung enthalten sind. Nutzer, die bereits auf „Multi-Account Containers“ zurückgreifen, können das Add-on weiterhin parallel zur integrierten Version verwenden und müssen es nicht deinstallieren.
Weitere Details finden Sie in der Ankündigung von Mozilla.
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