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Die Entwicklung von Flatpak startet mit neuer Energie und klarer Ausrichtung neu

Nach einer schwierigen Phase gewinnt das Flatpak-Projekt mit der Vorabversion 1.17, dem ersten Update seit sechs Monaten, unter neuen Betreuern wieder an Stabilität und Fokus.
Eine Übersetzung von 🇬🇧 Linuxiac.com

Sebastian Wick von Red Hat hat einige interessante Einblicke in die Entwicklung von Flatpak nach der Vorabversion 1.17 gegeben, einer instabilen Version (die aktuelle stabile Version ist 1.16.1), die das erste Update seit sechs Monaten und eine starke Rückkehr dieses beliebten Linux-Sandboxing-Frameworks darstellt.

In seinem neuesten Blogbeitrag mit dem Titel 🇬🇧 Flatpak Happenings räumte Wick ein, dass Flatpak Anfang 2025 eine Stagnationsphase erreicht hatte, in der sich die Entwicklung verlangsamte und offene Beiträge sich häuften.

Glücklicherweise wurde die Entwicklung nun dank erneuter Bemühungen langjähriger Mitwirkender und neuer Betreuer, die sich verstärkt um die Überprüfung und Zusammenführung von Code kümmern, wieder aufgenommen. Das Projekt wurde neu organisiert, der Überprüfungsprozess gestrafft und ein aktiver Entwicklungsrhythmus wiederhergestellt.

Infolgedessen führt die Vorabversion von Flatpak 1.17, die eine neue instabile Serie einleitet und den Weg für eine stabile Version im Laufe dieses Jahres ebnen soll, eine Reihe technischer Verbesserungen und neuer Funktionen ein, die das Programm zuverlässiger und einfacher in Linux Distributionen integrierbar machen sollen:

  • Aktuelle Dokumentation: Die libflatpak-Dokumentation wurde nach Jahren der Vernachlässigung endlich aktualisiert, sodass Entwickler nun einfacher mit der Plattform arbeiten können.
  • Vorinstallierte App-Definitionen: Distributionen können nun festlegen, welche Flatpak-Anwendungen automatisch installiert oder entfernt werden sollen. Projekte wie Aurora und Bluefin nutzen diese Funktion bereits, um wichtige Flathub-Apps in ihre Systeme zu integrieren.
  • Verbesserte OCI-Unterstützung: Flatpak unterstützt nun die Vorinstallation von Apps direkt aus OCI-Images und Remotes, ein wichtiger Schritt für die bevorstehende Unternehmensnutzung in RHEL 10.
  • Aktualisiertes Berechtigungsmodell: Ein abwärtskompatibles Berechtigungssystem ermöglicht es Anwendungen, neuere, restriktivere Berechtigungen zu übernehmen – wie z. B. den Zugriff auf Gamepads oder USB-Geräte –, ohne die Kompatibilität mit älteren Systemen zu beeinträchtigen. Dies schafft auch die Grundlage für eine engere Integration mit PipeWire.

Darüber hinaus entwickelt sich auch das breitere Flatpak-Ökosystem weiter. Das Tool flatpak-builder wurde aktualisiert, und Flathub hat verbesserte Lizenzkonformitätsprüfungen eingeführt.

Gleichzeitig wird weiter an einem neuen systemd-appd Dienst gearbeitet, der die Authentifizierung und Verwaltung laufender Flatpak-Instanzen unterstützt. Diese Komponente bildet eine wichtige Grundlage für zukünftige Funktionen wie verschachtelte Sandboxing, PipeWire-basierte Medienverarbeitung und die schrittweise Abschaffung des veralteten D-Bus-Proxys.

Es werden auch neue Anstrengungen unternommen, um die Desktop-Integration zu verbessern. Die XDG-Intents-Spezifikation zielt darauf ab, eine reichhaltigere Kommunikation zwischen Anwendungen zu ermöglichen, einschließlich Funktionen wie Deep-Linking und der Erstellung von Miniaturansichten. Unterdessen vereinfachen ein neues Portal zum Speichern/Wiederherstellen von Sitzungen und eine umfassende Überarbeitung des Backends im Portals-Frontend die Kommunikation und reduzieren die Komplexität auf breiter Front.

Obwohl einige geplante Änderungen es nicht in diese Vorabversion geschafft haben, bestätigte Wick, dass bald eine weitere instabile Version erwartet wird, gefolgt von einer stabilen Version vor Ende 2025.

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