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Firefox ist tot. Lang lebe Firefox.

Stellen Sie sich vor, Sie bezahlen einen Dienst dafür, dass er Ihre Daten zwecks Missbrauchspotentialreduktion aus dem Netz fischt, nur um festzustellen, dass ebendieser Dienst nicht nur Ihr Geld genommen, sondern Ihre verifizierten und somit besonders wertvollen Daten obendrein noch an ebenjene Datenbroker verschachert hat, vor denen Sie sich schützen wollten. Willkommen zur Shit Show namens Firefox Monitor Plus.

Perfidie wird dieses Verhalten im Krieg genannt und stellt ein Kriegsverbrechen dar. Und perfide ist dieses völlig inakzeptable Verhalten vor allem deshalb, weil es im Zweifel besonders vulnerable Gruppen wie etwa Gewalt- und Stalkingopfer sind, die "vermeintlich" sichere Dienste wie Firefox Monitor Plus der renommierten Mozilla Foundation in Anspruch nehmen. Der Ausverkauf der eigenen Kundschaft, um die Hand an beiden Seiten aufhalten zu können, ist für sich genommen schon eine Rote Karte, reiht sich aber nahtlos ein in ein Bild, das Mozilla händeringend auf der kurzsichtigen Jagd nach (mitunter moralisch fragwürdigen) Deals zeichnet. Mit diesem letzten Akt dürfte das (fast unerschütterliche) Vertrauen der Linux- und Open-Source-Community nicht mehr zu retten sein. Sehen Sie im Folgenden einen sichtlich gezeichneten Linux- und Firefoxveteranen, der offenbar an Mozilla verzweifelt ist.

Dieses Video wird über Youtube eingebunden.

s3n🧩net wünscht Happy Forking

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