
Immich 3.0 mit umfangreichen Verbesserungen für selbst gehostete Fotobibliotheken veröffentlicht
Immich 3.0 wurde veröffentlicht und bietet eine Vielzahl von Verbesserungen in den Bereichen Mobilgeräte, Web, Backups, Automatisierung und Bibliotheksverwaltung.
Eine Übersetzung von 🇬🇧 Linuxiac.com
Immich 3.0 wurde als umfangreiches Update der selbst gehosteten Foto- und Videoverwaltungsplattform veröffentlicht und führt mehrere grundlegende Änderungen ein, die vor allem API-Endpunkte und Integrationen von Drittanbietern betreffen.
Ein zentrales Feature von Immich 3.0 ist die nicht-destruktive Bearbeitung auf Mobilgeräten, die nun – in Anlehnung an die bereits vorhandene webbasierte Bildbearbeitung – stärker an die Webversion angelehnt ist. Nutzer können Fotos in der mobilen App nun zuschneiden, drehen und anpassen, ohne die Originaldatei zu verändern. Die Bearbeitungen sind rückgängig zu machen und können später geändert werden, auch über die Weboberfläche.
Einige bisherige Funktionen, wie das Umfärben, die Live-Bearbeitung von Fotos und die Bearbeitung lokaler Assets, wurden vorübergehend entfernt, sollen aber in zukünftigen Updates wieder eingeführt werden.
Die Workflows, die in der Weboberfläche unter Utilities zugänglich sind und als Vorschaufunktion eingeführt wurden, ermöglichen die Automatisierung in Immich durch Trigger, Filter und Aktionen. Nutzer können nun Regeln erstellen, um Aufgaben innerhalb ihrer Medienbibliothek zu verwalten. Der Editor bietet sowohl eine visuelle Oberfläche als auch einen JSON-Editor für die manuelle Erstellung oder Freigabe von Konfigurationen.
Auch die Backup-Funktionalität wurde verbessert. Unter Android ist das Backup im Hintergrund nun zuverlässiger, dank eines neuen Planers für periodische Aufgaben, der das Hochladen der gesamten Bibliothek im Hintergrund ermöglicht.
Darüber hinaus warnt die Android-App Nutzer nun, wenn Batterieoptimierung oder Benachrichtigungseinstellungen Backups stören könnten. Unter iOS führt die Hintergrundaktualisierung Synchronisierungs- und Upload-Aufgaben parallel aus, wodurch die Zuverlässigkeit der Uploads innerhalb der zeitlichen Beschränkungen des Systems verbessert wird.
Darüber hinaus führt Immich 3.0 im Web und auf Mobilgeräten eine Seite namens Zuletzt hinzugefügt ein, auf der Assets nach ihrem Importdatum statt nach ihrem Aufnahmedatum sortiert werden.
Für die Serverwartung bietet Immich nun Integritätsprüfungen an. Das System scannt Speicherverzeichnisse und vergleicht Dateien auf der Festplatte mit den Datensätzen in der Datenbank, wobei nicht erfasste oder fehlende Dateien sowie Abweichungen bei den Prüfsummen gemeldet werden.
Die Videoverarbeitung wurde durch die Einführung von HLS und Echtzeit-Videotranskodierung als Vorschaufunktion verbessert, wodurch eine Transkodierung im laufenden Betrieb ermöglicht wird. Die Funktion befindet sich im Teststadium, ist nur in der Web-App verfügbar und erfordert einen leistungsstarken Server für maximale Leistung. Hardwarebeschleunigung wird empfohlen, ist jedoch nicht zwingend erforderlich.
Die Web-App verfügt nun über einen benutzerdefinierten Videoplayer mit einer geräteübergreifend einheitlichen Benutzeroberfläche im Immich-Stil. Er umfasst grundlegende Steuerelemente wie die Anpassung der Wiedergabegeschwindigkeit und behebt Layoutprobleme unter iOS, wo native Steuerelemente zuvor mit der Navigationsleiste in Konflikt standen.
Auf Mobilgeräten bietet Immich 3.0 nun Unterstützung für Diashows, sodass Nutzer Fotos und Videos direkt in der App abspielen können. Android-Nutzer können zudem Medien aus anderen Apps in Immich als Galerie-Viewer öffnen und haben dabei die Möglichkeit, Dateien zu teilen oder in die Bibliothek hochzuladen.
Zudem ist OCR nun in der mobilen App verfügbar. Der Asset-Viewer enthält eine Umschaltfunktion zum Hervorheben von erkanntem Text, sodass Nutzer Text aus Bildern auswählen und kopieren können. Nutzer können außerdem lokale Fotos direkt in ein Album hochladen und beim Teilen die Bildgröße auswählen.
Schließlich bietet die Zeitleiste nun eine verbesserte Leistung für flüssigeres Blättern durch Monate mit einer großen Anzahl von Assets. Die Entwickler weisen darauf hin, dass dies das Einfrieren von Browser-Tabs bei der Arbeit an umfangreichen monatlichen Sammlungen verhindern sollte.
Weitere Details finden Sie im Changelog.
Um von Immich 2.x zu aktualisieren, müssen Nutzer den Wert IMMICH_VERSION in der .env Datei von v2 auf v3 ändern und anschließend die Standardbefehle pull und restart von Docker Compose ausführen. Die vollständige Migrationsanleitung finden Sie hier. Darüber hinaus sollten Nutzer, die auf Tools von Drittanbietern oder API-Integrationen angewiesen sind, vor der Aktualisierung die Migrationshinweise lesen.
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