
KDE Plasma 6.5 Desktop-Umgebung veröffentlicht – das ist neu
Der Desktop KDE Plasma 6.5 ist jetzt verfügbar und bietet unter anderem eine automatische Umschaltung zwischen Hell- und Dunkelthema, abgerundete Fensterecken und angeheftete Zwischenablageelemente mit permanentem Zugriff.
Eine Übersetzung von 🇬🇧 Linuxiac.com
Mehr als vier Monate nach der letzten großen Version Plasma 6.4, gefolgt von fünf Wartungsupdates, darunter zuletzt Plasma 6.4.5, hat die KDE-Desktopumgebung nun das mit Spannung erwartete Plasma 6.5 veröffentlicht.
Eine der auffälligsten optischen Änderungen ist diesmal, dass Fenster mit Breeze-Design nun an allen Seiten abgerundete Ecken haben. Wenn Sie das alte eckige Aussehen bevorzugen, können Sie dies ganz einfach in den Einstellungen deaktivieren.
Eine weitere wichtige Neuerung ist die automatische Umschaltung zwischen hellen und dunklen Designs je nach Tageszeit. Sie können festlegen, zwischen welchen globalen Designs umgeschaltet werden soll und ob sich die Hintergrundbilder entsprechend ändern sollen.
Auch die Verwaltung der Zwischenablage wird intelligenter. Plasma 6.5 führt angeheftete und mit Sternchen markierte Zwischenablageelemente ein, sodass häufig verwendete Schnipsel dauerhaft verfügbar bleiben und nicht nach einer Weile verschwinden.
Im Bereich Barrierefreiheit fügt das Update einen Graustufenfilter für farbenempfindliche Benutzer hinzu, behebt mehrere Probleme mit Bildschirmleseprogrammen und verbessert die Tastaturnavigation in den Einstellungen und Anwendungen von Plasma. Das Bildschirmleseprogramm Orca meldet nun Änderungen des Caps-Lock-Status und beschreibt Tastenkombinationen klarer.
Bei Grafiktabletts können Benutzer nun Drehregler und Touchringe direkt in den Systemeinstellungen konfigurieren. Die Tablettseite erkennt auch, wenn ein Gerät von einem Treiber eines Drittanbieters verwaltet wird, und blendet sich aus, wenn kein Tablett angeschlossen ist.
Auch das Netzwerk wurde überarbeitet. Auf der Seite „WLAN und Netzwerk“ werden nun verfügbare Netzwerke direkt aufgelistet, und die QR-Code-Freigabe umfasst nun auch das Passwort, wodurch die Verbindung von Gastgeräten vereinfacht wird. Der RDP-Server wurde aktualisiert, um die Zwischenablage zwischen lokalen und Remote-Sitzungen gemeinsam zu nutzen, und authentifiziert nun über vorhandene Systemkonten – es müssen keine separaten Konten mehr erstellt werden.
Die Systemablage und das Benachrichtigungssystem wurden ebenfalls überarbeitet. Plasma warnt Benutzer nun, wenn die Option Maximale Lautstärke erhöhen zu lange aktiviert ist, da dies die Lautsprecher beschädigen könnte. Durch Stummschalten über die dedizierte Taste oder Meta + Mute werden nun alle Mikrofone gleichzeitig stummgeschaltet, nicht nur das aktive.
Der Software-Manager Discover von KDE startet deutlich schneller, zeigt klarere Fortschrittsmeldungen an und erkennt nun flatpak+https:// URLs, sodass direkte Installationen von Flathub möglich sind. Außerdem kann er nun die verfügbaren Hardwaretreiber für unterstützte Systeme auflisten.
Unter der Haube bietet Plasma 6.5 eine überarbeitete HDR-Tonwertzuordnungskurve, Unterstützung für Overlay-Ebenen zur Senkung der CPU-Auslastung und des Stromverbrauchs während der Vollbildwiedergabe sowie einen schnelleren Desktop-Start dank eines effizienteren Start- und Anmeldeprozesses.
Außerdem ist eine bessere Wayland-Integration verfügbar: Plasma unterstützt nun ein experimentelles Bild-in-Bild-Protokoll, mit dem Browser wie Firefox schwebende Videofenster anzeigen können, die automatisch im Vordergrund bleiben.
Schließlich gibt es überall kleinere Verbesserungen der Benutzerfreundlichkeit – neu anordbare virtuelle Desktops, transparente Haftnotizen und Tastaturkürzel für Hintergrundbild-Diashows machen den Desktop ein wenig komfortabler.
Eine ausführliche Übersicht über alle Optimierungen, Verbesserungen und Verbesserungen unter der Haube finden Sie in der offiziellen Ankündigung oder im vollständigen Plasma 6.5 Changelog. Es wird erwartet, dass diese Version etwa fünf Wartungsupdates erhält, bevor Plasma 6.6 voraussichtlich Mitte Februar nächsten Jahres erscheint.
Für diejenigen, die alle neuen Funktionen sofort erkunden möchten, ist der einfachste Weg die KDE Neon Testing Edition, die bereits über Plasma 6.5 verfügt. Wie immer können Nutzer von Rolling-Release-Distributionen in den kommenden Wochen mit einem Update ihrer Repositorys rechnen.


















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