
postmarketOS bringt Plasma 6.7 und Rust-basierte USB-Tools auf Linux-Smartphones
Nutzer von postmarketOS erhalten Plasma 6.7, ein neues, auf Rust basierendes „usb-signaller“-Tool, Verbesserungen an Duranium sowie verschiedene Bereinigungen im Paketbereich.
Eine Übersetzung von 🇬🇧 Linuxiac.com
PostmarketOS hat das neueste Entwicklungsupdate für sein Linux-basiertes mobiles Betriebssystem veröffentlicht. Die auffälligste Änderung ist die Einführung von Plasma 6.7 sowohl in Alpine Linux als auch in postmarketOS, wodurch die neuesten KDE-Verbesserungen auf die unterstützten Geräte übertragen werden.
Ein weiteres wichtiges Update ist die Einführung von usb-signaller, einem neuen, auf Rust basierenden Tool, das nun in postmarketOS edge integriert ist und die bisherige Funktion von „usb-moded“ teilweise ersetzt.
Darüber hinaus bietet usb-signaller nun eine einfachere Lösung. Es ermöglicht die Initialisierung von USB-Geräten ohne initramfs-Skripte, unterstützt den Transaktionsmodus und das Wechseln zwischen Geräten für eine verbesserte Zuverlässigkeit, bietet eine übersichtlichere Protokollierung, geht mit fehlenden Kernel-Treibern um und beinhaltet OpenRC-Unterstützung. Die neueste Version implementiert zudem den Wechsel der USB-Rolle zwischen Host- und Gerätemodus.
Duranium, das systemd-basierte Image für postmarketOS, erhielt ebenfalls mehrere Aktualisierungen. Waydroid kann nun mit Duranium über sysext durch Ausführen von updatectl enable waydroid aktiviert werden, was die Kompatibilität mit Android-Apps vereinfacht.
Darüber hinaus nutzt Duranium nun systemd/bootctl auf Systemen mit EFI-Variablen-Unterstützung, um während Updates einen Fallback-Bootloader verfügbar zu halten. Sollte sich ein aktualisierter Bootloader als fehlerhaft erweisen, kann das System stattdessen automatisch über die Fallback-Option starten.
Was die Geräteunterstützung betrifft, wurde das Kernel-Paket „linux-postmarketos-qcom-sdm845“ auf Linux 7.1 aktualisiert. Neben anderen Verbesserungen verfügt das LG G7 ThinQ nun über funktionierende Touchscreen-Unterstützung sowie weitere Änderungen, die über den Device Tree in den Mainline-Kernel integriert wurden.
Das postmarketOS-Team hat zudem die Bereinigung seiner Paketbasis fortgesetzt, wobei nicht mehr gepflegte Pakete in eine Archivkategorie verschoben wurden. Auch für Geräte in der Kategorie Testing gelten strengere Anforderungen. Ihre Kernel dürfen nun nicht älter sein als der älteste derzeit unterstützte LTS-Kernel, der auf kernel.org aufgeführt ist, und diese Kernel müssen mit LLVM kompiliert sein.
Eine weitere Bereinigungsmaßnahme ist die Entfernung der armhf- bzw. armv6-Unterstützung aus postmarketOS Edge. Die Architektur wurde nie veröffentlicht oder weit verbreitet genutzt, erforderte jedoch fortlaufende Wartung.
Weitere Details finden Sie in der offiziellen Ankündigung.
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