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Weblate 5.17 ist da

Heute wurde Weblate - ein Online-Tool zur Übersetzung von Software - in der Version 5.17 veröffentlicht und verspricht, die Latte höherzulegen.

Weblate ist die freie Alternative zum bekannteren Transifex, die sich auch selbst beherbergen lässt. Damit lassen sich Übersetzungen (oder neudeutsch Lokalisierungen) spielend leicht von Unterstützern beitragen - ganz ohne die systemischen Bauchschmerzen, die ein Offline-Tool wie etwa Lokalise von KDE mit sich bringt.

Heute hat Weblate in der Version 5.17 das Licht der Welt erblickt und verheißt spannende Neuerungen - schließlich lautet der Untertitel des Release bar raised.

Weblate spricht gar vom bisher größten Release schlechthin:

Willkommen zum Bericht über das bislang größte Weblate-Release. Unser Team hat zahlreiche neue Funktionen vorbereitet, viele Teile der Plattform verbessert und Fehler behoben; aber schauen wir uns zunächst einmal die wichtigsten Gründe an, warum Sie dieses Mal schnell aktualisieren sollten.

Goodbye MySQL, Hello PostgreSQL

Alles neu macht der April. Und so hat Weblate die Datenbank gewechselt. Künftig kommt das deutlich flottere PostgreSQL zum Einsatz - MySQL wird in Rente geschickt.

Bevor wir uns den tollen Neuerungen zuwenden, verabschiedet euch bitte von MySQL und MariaDB als Abhängigkeiten für Weblate. Diese beiden Datenbanken sind zwar durchaus gefällig, können aber zumindest in einigen Bereichen, wie beispielsweise der Leistung, nicht mit PostgreSQL mithalten. Durch die Konzentration auf eine einzige Datenbank können wir von deren spezifischen Funktionen profitieren und wertvolle Entwicklerzeit für nützlichere Aspekte unserer Arbeit einsetzen. Es gab seit einiger Zeit ein offenes Ticket, auf das wir viele Community-Mitglieder hingewiesen haben. Da niemand Einwände gegen diesen Schritt erhoben hat, ist dies nun abgeschlossen.

Durch die Konzentration auf PostgreSQL versprechen sich die Entwickler nicht nur eine effizientere Datenbank, sondern auch eine effizientere Entwicklung durch frei werdende Ressourcen.

POT für alle

Weblate kann die .POT Datei, welche die Übersetzung enthält, nun direkt für mehrere Stacks respektive Formate aktualisieren, genannt werden Django, Meson, Sphinx und xgettext.

Weblate kann Ihre POT-Datei nun direkt für verschiedene Stacks/Formate aktualisieren: Django, Meson, Sphinx und xgettext; Sie können die Häufigkeit festlegen und müssen sich um diese Aufgabe keine Gedanken mehr machen.

Fortan brauchen Sie nur noch den Takt (cadence) vorgeben, die Musik spielt dann künftig von alleine.

Einladung für alle

Große Projekte verfügen mitunter über viele Mitarbeiter. Da trifft es sich gut, dass Weblate nun Sammeleinladungen verschicken kann, sodass Sie nicht mehr jede einzeln zustellen müssen.

Für große Teams und neue Instanzen sind Masseneinladungen sehr praktisch. Neu hinzugekommen sind die Formatprüfung für Objective-C und die Unterstützung für den Forgejo-Benachrichtigungs-Webhook.

Darüber hinaus werden nun auch Webhooks für Benachrichtigungen im Zusammenspiel mit der freien Github-Alternative Forgejo unterstützt.

Et cetera

Schließlich wurde die API erweitert und unterstützt nun Ankündigungen, die Duplizierung bestehender Komponenten und Massenabfragen (bulk lookups).
Es gibt neue Serverkonfigurationsoptionen sowie Docker-Container-Variablen und erfreulicherweise auch eine verkürzte Ladezeit beim Darstellen bestimmter Seiten.

Sämtliche Änderungen finden sich im 🇬🇧 Changelog.

s3n🧩net wünscht viel Spaß beim Weblating

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