
Jellyfin 10.11 Media Server mit Backup-Unterstützung, FFmpeg 7.1 und mehr
Der Open-Source-Medienserver Jellyfin 10.11 bietet eine umfassende Überarbeitung des Backends, eine EF Core-Datenbankmigration und erhebliche Geschwindigkeitsverbesserungen.
Eine Übersetzung von 🇬🇧 Linuxiac.com
Nach einem Jahr Entwicklungszeit seit der letzten Version 10.10 hat der Open-Source-Medienserver Jellyfin nun die Version 10.11 veröffentlicht – eines der größten Updates in der Geschichte des Projekts. Es umfasst eine komplette Überarbeitung der Datenbank, verbesserte Leistung, neue Backup-Optionen und zahlreiche Verbesserungen unter der Haube.
Eines der wichtigsten Highlights ist die Migration zu EF Core, einem .NET-basierten objektrelationalen Mapping-System. Bislang stützte sich Jellyfin auf rohe SQLite-Aufrufe, die über den gesamten Code verteilt waren, was Upgrades und Schemaänderungen kompliziert und fehleranfällig machte.
Mit EF Core ist die Datenbank nun zentralisiert, übersichtlicher und weitaus besser zu warten, was den Weg für schnellere Abfragen, einfachere Migrationen und die mögliche Unterstützung anderer Datenbank-Backends wie PostgreSQL ebnet.
Neben dieser Neuprogrammierung des Backends führt Jellyfin 10.11 eine interne Backup- und Wiederherstellungsfunktion ein – etwas, das sich die Benutzer schon seit langem gewünscht haben. Administratoren können nun Live-Snapshots der Metadaten-Datenbank erstellen, diese extern speichern und bei Problemen wiederherstellen.
Die Leistung ist ein weiterer wichtiger Schwerpunkt. Die neue Datenbank-Engine nutzt aggressives In-Memory-Caching, um Festplattenzugriffe zu minimieren, was eine deutlich schnellere Navigation in großen Bibliotheken ermöglicht. Das geht natürlich mit einem höheren RAM-Verbrauch einher, aber das System ist so konzipiert, dass es bei Bedarf Speicher freigibt, sodass dies ein fairer Kompromiss für die Geschwindigkeitssteigerungen ist. Außerdem wurde das Verhalten der Datenbanksperren verbessert, was einige der seit langem bestehenden Probleme auf stark ausgelasteten Servern verringern dürfte.
Für Administratoren bietet Jellyfin 10.11 eine praktische Start-Benutzeroberfläche und einen Log-Viewer. Anstatt während der Migration oder des Upgrades auf einen leeren Bildschirm zu starren, können Sie den Fortschritt nun direkt über eine einfache Weboberfläche sehen, auf die Sie über das lokale Netzwerk zugreifen können.
Im Bereich der Medienverarbeitung wurde das Projekt auf FFmpeg 7.1 umgestellt, was Leistungs- und Kompatibilitätsverbesserungen ermöglicht. Außerdem werden 3D-LUT-basiertes HDR-Tone-Mapping auf Intel- und Rockchip-Geräten, Dolby Vision Profile 5-Tone-Mapping und AV1-Hardware-Decodierung für Apples VideoToolbox unterstützt. Die Genauigkeit der Untertitel-Rendering wurde ebenfalls verbessert, insbesondere bei der Verwendung von Hardware-Transcodierung.
Es ist wichtig zu beachten, dass mit Jellyfin 10.11 auch die Unterstützung für 32-Bit-ARM (armhf) einstellt wird und offiziell ein 64-Bit-Betriebssystem auf ARM-Plattformen erfordert. Die Entwickler sagen, dass ältere SBCs wie der Raspberry Pi 1 und 2 mit den Anforderungen moderner Jellyfin-Builds nicht Schritt halten konnten und dass die Entfernung der Unterstützung den Release-Prozess in Zukunft rationalisiert.
Darüber hinaus bietet diese Version eine schnellere Suchleistung, erweiterte Admin-Dashboard-Statistiken, neue Anpassungsoptionen wie Splash-Screen-Branding und mehrere kleinere Aktualisierungen der Benutzeroberfläche, die das Durchsuchen und Organisieren von Inhalten etwas reibungsloser machen.
Weitere Informationen finden Sie in der Ankündigung.
Abschließend möchten wir noch hinzufügen, dass wir, falls Sie Jellyfin noch nicht verwenden, eine detaillierte 🇬🇧 Anleitung anbieten, wie Sie es mit Docker schnell und mühelos einrichten können. Viel Spaß beim Anschauen!















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