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Kodi 22 geht mit umfangreichen Änderungen an der Linux-Rendering-Funktion in die Beta-Phase

Die Beta-Version von Kodi 22 „Piers“ steht nun zum Testen bereit und bietet FFmpeg 8.1, Python 3.14, Verbesserungen im Bereich HDR sowie umfangreiche Änderungen bei der Darstellung unter Linux.
Eine Übersetzung von 🇬🇧 Linuxiac.com

Kodi 22 „Piers“ ist nun offiziell in die Beta-Phase eingetreten und bietet Nutzern und Testern einen ersten Einblick in die bevorstehende Hauptversion der beliebten Open-Source-Heimkino-Software. Nachdem die Arbeit an den großen neuen Funktionen nun weitgehend abgeschlossen ist, konzentriert sich das Team vor der endgültigen Veröffentlichung auf Stabilität, Leistung und den letzten Feinschliff. Schauen wir uns also an, was es Neues gibt.

Eines der größten Highlights in der Kodi 22 Beta ist das Upgrade auf FFmpeg 8.1, das für eine Media-Center-Anwendung wie Kodi stets eine Schlüsselkomponente darstellt. Im Bereich Video bietet die Version zudem Infolabels zur Live-Bitrate, verbessert die Kapitelverwaltung, integriert Lesezeichen in das Vor- und Zurückspringen und behebt Probleme wie die AV1-Wiedergabe bei aktiviertem Keyframe-Filtering.

Auch im Bereich Audio gibt es Korrekturen für einen möglichen Absturz während der DTS-HD-Wiedergabe sowie für ein Problem mit der Audioverzögerung bei Live-TV, das bei Verwendung von AC3/EAC3-Passthrough auftritt.

Die Handhabung von Untertiteln wurde ebenfalls verbessert, darunter eine bessere Sichtbarkeit, Korrekturen beim Timing, eine verbesserte Verarbeitung von ASS/SSA-Skript-Headern sowie die Möglichkeit, den aktuellen Untertitel-Codec für das gerade abgespielte Video anzuzeigen.

Darüber hinaus bietet die Kodi 22 Beta für Medienbibliotheken einen neuen Dialog namens Mediendetails, Informationen zur Audiosprache in den Badges der Medienelemente, zusätzliche HDR-Formate in der Benutzeroberfläche, eine verbesserte Blu-ray-Verarbeitung, optimierte Stream-Details sowie Korrekturen für doppelte Taglines und komplexere Episodenbereiche.

Für Nutzer von Linux ist jedoch wahrscheinlich der interessanteste Teil dieser Version von Bedeutung. Ich sage das, weil Kodi 22 Beta eine umfassende Neuprogrammierung der Linux-Rendering-Funktionen für eingebettete Plattformen unter Verwendung von DRM, GBM und GLES mit sich bringt.

Laut dem Changelog erreicht GLES nun die gleiche Funktionsfähigkeit wie GL. Die Version bietet außerdem vollständige End-to-End-HDR-Unterstützung, die Dekodierung, Farbmessung, eine tonemapped GUI und 10-Bit-Ausgabe umfasst.

Außerdem gibt es Unterstützung für 12-Bit-Decodierung, Dithering und hochwertige Skalierer für GLES, einen „Auto“-Dithering-Modus, Unterstützung für YUV 4:2:2 und 4:4:4 sowie VAAPI-Hardware-Decodierung für HEVC 4:2:2 und 4:4:4 auf GLES.

Dies dürfte insbesondere für Nutzer relevant sein, die Kodi auf ARM-basierten Geräten und eingebetteten Linux-Systemen ausführen, wo die Hardwareunterstützung erweitert und die Videoleistung verbessert wurde. Unter Linux im Allgemeinen bietet Kodi 22 Beta zudem eine verbesserte Unterstützung für Fernbedienungstasten und behebt einen möglichen Absturz beim schnellen Anschließen von Linux-Joysticks im laufenden Betrieb.

Darüber hinaus behebt diese Version mehrere Probleme mit Remote-Datenbanken, darunter Inkompatibilitäten mit MySQL 9.6 und neuer sowie mit MariaDB 10.x-Remote-Datenbanken und einen möglichen Absturz, wenn der MySQL-Server vorübergehend nicht verfügbar ist.

Unter Android behebt diese Beta-Version Abstürze im Zusammenhang mit der Spracherkennung, dem Zeroconf-Browsing und JNI-Ausnahmen sowie einen Fehler beim Ausführen von „Bibliothek bereinigen“ in den Bibliothekseinstellungen. Unter webOS behebt Kodi 22 Beta mehrere Probleme bei der Wiedergabe, während tvOS-Nutzer von verbesserten Wiedergabesteuerungen über die Siri Remote profitieren.

Für Entwickler und Add-on-Betreuer: Kodi 22 Beta aktualisiert Python auf Version 3.14 und enthält Korrekturen für mehrere Python-Methoden im Zusammenhang mit Streams. Inputstream-Add-ons erhalten zudem Unterstützung für HDR, Farbmetadaten sowie 10-Bit- und 12-Bit-Daten.

Weitere Details finden Sie in der Ankündigung.

Die Kodi 22 „Piers“-Beta ist ab sofort auf der Download-Seite des Projekts verfügbar. Wählen Sie dort zunächst Ihre bevorzugte Plattform aus und suchen Sie dann im Abschnitt „Prerelease“ nach der Beta-Version.

Abschließend weisen die Entwickler von Kodi darauf hin, dass es sich hierbei noch um eine Vorabversion handelt, sodass Nutzer mit Unausgereiftheiten, Regressionen oder Funktionen rechnen sollten, die möglicherweise nicht korrekt funktionieren. Kodi hat noch kein endgültiges Veröffentlichungsdatum bekannt gegeben, doch ausgehend von früheren Release-Zyklen dürfte die stabile Version noch einige Monate auf sich warten lassen.

 

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