
Mozilla behebt 21 Jahre alten Fehler und fügt vollständige XDG-Verzeichnisunterstützung hinzu
Firefox 147 bietet nun Unterstützung für die XDG-Basisverzeichnisspezifikation, wodurch eine 21-jährige Wartezeit beendet und die Linux-Dateispeicherung des Browsers an moderne Standards angepasst wird.
Eine Übersetzung von 🇬🇧 Linuxiac.com
Die kommende Version Firefox 147 wird eine seit langem geforderte Änderung für Linux-Benutzer einführen, indem sie endlich die XDG-Basisverzeichnisspezifikation übernimmt und damit einen seit mehr als 21 Jahren bestehenden Fehler behebt.
Das Update modernisiert die Art und Weise, wie der Browser Dateien auf Linux-Systemen speichert, und passt sein Verhalten an das der meisten Desktop-Anwendungen an, die dies bereits seit Jahren tun. Hier ist, worum es geht.
Bislang speicherte Firefox fast alle Benutzerdateien – Einstellungen, Profile, Daten und Cache – in einem einzigen Ordner namens ~/.mozilla im Home-Verzeichnis des Benutzers. Dieser Ansatz funktionierte zwar, trug aber auch zu der bekannten Unübersichtlichkeit bei, die viele Linux-Benutzer erleben, wenn Anwendungen jeweils ihre eigenen versteckten Ordner erstellen.
Gleichzeitig ist die XDG Base Directory Specification ein weit verbreiteter Standard, der darauf abzielt, diese Dateien übersichtlich zu organisieren. Anstatt alles direkt in einem einzigen Verzeichnis abzulegen, werden Anwendungen dazu angehalten, drei spezielle Speicherorte zu verwenden: einen für Konfigurationsdateien, einen für Anwendungsdaten und einen für Cache-Dateien. Diese befinden sich in der Regel unter ~/.config, ~/.local/share und ~/.cache.
Ab Firefox 147 folgen neu erstellte Profile unter Linux dieser Struktur. Konfigurationsdateien, Langzeitdaten und temporäre Cache-Dateien werden nun an den dafür vorgesehenen Speicherorten abgelegt.
Es ist wichtig zu beachten, dass dies keine unmittelbaren Auswirkungen auf bestehende Benutzer hat: Wenn bereits ein älterer ~/.mozilla Ordner vorhanden ist, verwendet Firefox diesen weiterhin, um Profilbrüche zu vermeiden. Bei allen, die Firefox neu installieren oder neue Profile erstellen, verhält sich der Browser jedoch wie andere moderne Linux-Anwendungen.
Wie ich eingangs bereits erwähnt habe, markiert diese Änderung auch das Ende eines der ältesten Probleme des Browsers. Ob Sie es glauben oder nicht, der Bug 259356 wurde erstmals 2003 gemeldet, und die Forderung nach Unterstützung für XDG-Verzeichnisse wurde im Laufe der Jahre immer wieder von Linux-Anwendern und -Distributionen vorgebracht.
Es wird erwartet, dass diese Änderung endlich die Dateiverwaltung vereinfacht, die Unordnung in den Home-Ordnern reduziert und vor allem den Browser an die Erwartungen der heutigen Linux-Umgebungen anpasst.
















Comments