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MX Linux 25.1-ISOs sind jetzt mit Dual-Init-Unterstützung verfügbar

MX Linux 25.1 „Infinity“ ist jetzt verfügbar und stellt die duale Init-Unterstützung mit systemd und sysvinit auf einer einzigen ISO wieder her.
Eine Übersetzung von 🇬🇧 Linuxiac.com

Zwei Monate nach der großen Version 25 hat MX Linux MX-25.1 „Infinity“ veröffentlicht, ein neues Point-Update, das die Installationsmedien aller unterstützten Editionen aktualisiert und eine der langjährigen Besonderheiten des Projekts wiederherstellt: die Unterstützung von Dual-Init.

Damit können Benutzer in MX-25.1 nun direkt im Live-Boot-Menü zwischen systemd und sysvinit wählen. Der Installer behält das aktive Init-System als Systemstandard zum Zeitpunkt der Installation bei, während das alternative Init über das „erweiterte“ Menü von GRUB weiterhin verfügbar bleibt.

Unter der Haube wird MX-25.1 mit aktualisierten Debian 13.3-Paketen ausgeliefert und enthält alle aktuellen Updates aus den MX-Repositorys. Die meisten Editionen verwenden den Linux-Kernel 6.12, während die Xfce-AHS-Build weiterhin mit dem 6.18-Liquorix-Kernel auf neuere Hardware abzielt. AHS-fähige Releases wechseln ebenfalls zu Mesa 25.3.3 und bieten damit gegebenenfalls neuere Grafikunterstützung.

Die neue Implementierung behebt auch Probleme, die in früheren Versionen aufgetreten sind. Insbesondere treten Probleme, die polkit und D-Bus während der Abmelde- und Anmeldezyklen bei Verwendung von systemd-shim betrafen, nicht mehr auf. Laut den Entwicklern wird systemd nun direkt über Debian-Sicherheitsupdates statt über MX-spezifische Pakete gepflegt, wodurch eine langjährige Wartungslast für das Projekt entfällt.

Allerdings enthalten Snapshot-ISOs derzeit keine Dual-Init-Boot-Menüs. Stattdessen übernehmen Snapshot-Benutzer beim Ausführen von Live-Medien das Standard-Init-System des installierten Systems.

Beachten Sie, dass ein bekanntes Problem Live-USB-Systeme betrifft, die Dual-Init mit halbautomatischer Persistenz verwenden, wenn das Root-Dateisystem in den RAM geladen wird. In diesem Fall akzeptiert die Shutdown-Konsole keine Tastatureingaben, sodass das System auf automatisches Persistenzspeichern zurückgreift. Herkömmliche installierte Systeme und Live-Setups, die statische Persistenzmodi verwenden, sind davon nicht betroffen.

Die MX-Entwickler betonen, dass Dual-Init nicht über Updates auf bestehende Installationen übertragen wird. Benutzer, die mit ihren aktuellen Single-Init-MX-25-Systemen zufrieden sind, können diese ohne Änderungen für die gesamte Lebensdauer der MX-25-Release-Serie, also bis August 2028, weiter verwenden. Für diejenigen, die manuell umsteigen möchten, steht eine Anleitung zur Verfügung.

Weitere Informationen finden Sie in der Ankündigung. MX-25.1 „Infinity“ steht ab sofort in den Editionen Xfce, KDE Plasma (AHS) und Fluxbox zum Download bereit.

 

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