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Arch-basierte Linux-Distribution „Omarchy“ erhält eine massive Finanzspritze in Höhe von 8 Millionen Dollar

Das auf Arch Linux basierende Projekt Omarchy hat sich über die neu gegründete Omacom Foundation, die nun als exklusiver Sponsor von Hyprland fungiert, eine Finanzierung in Höhe von 8 Millionen Dollar gesichert.
Eine Übersetzung von 🇬🇧 Linuxiac.com

Omarchy - die auf Arch Linux basierende Distribution, die auf dem Tiling-Compositor „Hyprland“ und dem Desktop-Toolkit „Quickshell“ aufbaut - erhält nun erhebliche finanzielle Unterstützung. Eine neu gegründete gemeinnützige Organisation, die Omacom Foundation, startet mit einer beeindruckenden Finanzspritze von 8 Millionen US-Dollar, die von acht bekannten Persönlichkeiten der Technologiebranche bereitgestellt wird.

Die Stiftung wird von David Heinemeier Hansson gegründet, der auch der Schöpfer von Omarchy ist. Hansson ist ein dänischer Programmierer und Unternehmer, der vor allem für die Entwicklung des Open-Source-Web-Frameworks „Ruby on Rails“ sowie als Mitbegründer und CTO von 37signals bekannt ist – dem Unternehmen hinter Basecamp und HEY.

Für Leser, die Omarchy noch nicht kennen: Es handelt sich um eine eigenwillige ("opinionated"), entwicklerorientierte Linux-Distribution, die auf Arch, Hyprland und Quickshell basiert. Anstatt einen herkömmlichen Allzweck-Desktop anzubieten, wird es als sorgfältig zusammengestellte Umgebung ausgeliefert, deren Schwerpunkt stark auf tastaturgesteuerten Arbeitsabläufen, Tiling, Terminal-Anwendungen sowie einer kuratierten Auswahl an Standardeinstellungen und Entwicklertools liegt.

Obwohl Omarchy ein relativ junges und nischenorientiertes Linux-Projekt ist, hat es inzwischen ein Maß an finanzieller Unterstützung erhalten, das selbst für wesentlich größere Open-Source-Projekte ungewöhnlich ist.

🎓 Die 8 Millionen Dollar stammen von acht Gründungsstiftern, von denen jeder 1 Million Dollar gespendet hat. Es handelt sich dabei um Tobi Lütke, CEO von Shopify, Patrick Collison, CEO von Stripe, Michael Dell, Vorstandsvorsitzender und CEO von Dell Technologies, Jack Dorsey, Mitbegründer von Block, Matthew Prince, CEO von Cloudflare, Brendan Iribe, Mitbegründer von Oculus, Jason Fried, CEO von 37signals, sowie Hansson selbst.

Hansson erklärte:

Das ist eine unglaubliche Summe, daher werde ich dafür sorgen, dass sie lange reicht und wir das Beste daraus machen. Doch genauso wichtig wie dieser unglaubliche finanziellen Puffer ist das Vertrauen, das uns durch diese Zusagen entgegengebracht wird.

Wir werden die Prophezeiung vom „Jahr von Linux auf dem Desktop“ wahr werden lassen. Alle Voraussetzungen sind nun gegeben. Es ist Zeit, alles auf eine Karte zu setzen!

Wichtig ist jedoch, dass dies nicht als eine Investitionsrunde in Höhe von 8 Millionen Dollar in Omarchy oder als Bewertung der Linux-Distribution verstanden werden sollte. Das Geld fließt in die gemeinnützige Omacom Foundation, deren Zweck über die bloße Finanzierung der Omarchy-Entwicklung hinausgeht.

Laut der Ankündigung wird die Stiftung die Omarchy-Markenrechte halten, die Infrastruktur des Projekts finanzieren, dessen Arbeit fördern und Open-Source-Projekte sowie Entwickler unterstützen, auf die Omarchy angewiesen ist. Und es gibt bereits ein konkretes Beispiel dafür, was dieser letzte Punkt bedeuten wird.

Zusammen mit der Ankündigung der Stiftung gab Omacom außerdem bekannt, dass es der exklusive Sponsor von Hyprland werden wird, einer der drei Kerntechnologien hinter Omarchy neben Arch Linux und Quickshell. Die Sponsoring-Vereinbarung mit dem Hyprland-Entwickler Vaxry ist auf drei Jahre angelegt und beinhaltet eine Option auf Verlängerung um weitere zwei Jahre.

🎓 Das Ziel ist es, Vaxry die Möglichkeit zu geben, sich voll und ganz auf die Entwicklung von Hyprland zu konzentrieren, ohne auf kommerzielle Entwicklungsaufträge oder Spendensammlungen angewiesen zu sein. Im Rahmen dieser Vereinbarung wird das kostenpflichtige Hyprperks-Abonnementprogramm von Hyprland eingestellt, wobei dessen Funktionen künftig kostenlos verfügbar sein werden; das Projekt wird jedoch weiterhin Einzelspenden annehmen.

Und das macht die Stiftung aus einer breiteren Linux-Perspektive definitiv wesentlich interessanter. Anstatt alle Ressourcen innerhalb von Omarchy selbst zu behalten, fließt zumindest ein Teil der Mittel „upstream“ in Software, von der Nutzer weit über die Distribution hinaus profitieren können.

Für Omarchy bedeutet die Unterstützung in Höhe von 8 Millionen Dollar unterdessen, dass eine vergleichsweise kleine Linux-Distribution über finanzielle Mittel verfügt, mit denen nur sehr wenige Projekte ihres Alters und ihrer Größe rechnen könnten. Hansson macht auch keinen Hehl aus den dahinter stehenden Ambitionen und stellt die Stiftung als Teil einer viel größeren Initiative dar, um Linux auf dem Desktop voranzutreiben.

🎓 Ob sich Omarchy also zu etwas deutlich Größerem entwickeln kann? Nun, das bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch bereits, dass das Projekt nun über etwas verfügt, wovon die meisten Linux-Distributionen nur träumen können: eine langfristige finanzielle Unterstützung in Höhe von mehreren Millionen Dollar und eine Gruppe von Gründungsförderern, zu der einige der größten Namen der Technologiebranche gehören.

Weitere Einzelheiten finden Sie in Hanssons Ankündigung.

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