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Chrome macht dem klassischen uBlock Origin erneut einen Strich durch die Rechnung

Chrome versperrt dem klassischen uBlock Origin einen weiteren Weg, da Chromium ein übrig gebliebenes Manifest-V2-Flag aus dem Browser-Quellcode entfernt.
Eine Übersetzung von 🇬🇧 Linuxiac.com

Die seit Langem andauernde Auslaufphase von Manifest V2 in Google Chrome erreicht eine weitere Bereinigungsphase: Chromium entfernt ein weiteres Legacy-Flag, das mit dem alten Erweiterungssystem verbunden ist.

Die Änderung wurde in Chromium, der Open-Source-Browser-Codebasis hinter Google Chrome, implementiert. Sie entfernt das Feature-Flag kAllowLegacyMV2Extensions, das zuvor zum Testen von unkomprimierten Manifest-V2-Erweiterungen in älteren Chrome-Builds verwendet wurde. Laut der Commit-Meldung unterstützt keine der aktuellen Chrome-Versionen Manifest V2 mehr, weshalb das übrig gebliebene Flag aus der Codebasis entfernt wird.

Um es klar zu sagen: Dies ist kein neuer Angriff auf eine bestimmte Erweiterung. Es ist Teil der umfassenderen Entfernung von Manifest V2, der älteren Chrome-Erweiterungsplattform. Für die meisten Nutzer ist die sichtbarste Folge die klassische Version der uBlock Origin-Erweiterung, die auf die leistungsstärkeren Funktionen von Manifest V2 zum Blockieren von Anfragen angewiesen war.

Manifest V2 ermöglichte es Erweiterungen, die WebRequest-Blockierungsfunktion zu nutzen, wodurch Tools wie uBlock Origin Netzwerk-Anfragen abfangen und blockieren konnten, bevor sie geladen wurden. Google hat dieses Modell durch Manifest V3 ersetzt, ein neueres Erweiterungs-Framework, das die Funktionsweise von Inhaltsblockern verändert und Teile des alten Blockierungsansatzes einschränkt.

Aus diesem Grund gibt es uBlock Origin Lite. Es handelt sich dabei um die Manifest-V3-kompatible Version des beliebten Werbeblockers, jedoch ist sie kein direktes Äquivalent zum klassischen uBlock Origin. Diese ursprüngliche Erweiterung ist nach wie vor stark an Manifest V2 gebunden, da ihr vollständiges Filtermodell auf Funktionen basiert, die Chrome derzeit entfernt.

Eine entsprechende Diskussion zu WebExtensions weist darauf hin, dass Chrome 149 die letzte Version ist, die Manifest V2 vollständig unterstützt und WebRequest bei regulären Erweiterungsinstallationen blockiert. Chrome 150 und 151 entfernen verbleibende Schalter und Workarounds und schließen damit die Tür für Erweiterungen alten Stils im Google-Browser endgültig.

🎓 Natürlich betrifft diese Änderung nicht nur uBlock Origin. Jede Erweiterung, die noch auf reine Manifest-V2-APIs angewiesen ist, kann davon betroffen sein, darunter ältere Werbeblocker, Datenschutz-Tools, Erweiterungen zur Anforderungssteuerung und interne Legacy-Erweiterungen, die nie auf Manifest V3 umgestellt wurden. Dennoch bleibt uBlock Origin das anschaulichste Beispiel für normale Nutzer.

Gleichzeitig sieht die Situation außerhalb von Google Chrome etwas anders aus. Firefox unterstützt weiterhin das klassische uBlock Origin, und einige Chromium-basierte Browser könnten sich für andere Richtlinien in Bezug auf Manifest V2 oder die Blockierung der WebRequest-Unterstützung entscheiden. Im regulären Google Chrome ist die Richtung jedoch klar: Manifest V2 ist vorbei, und Chromium entfernt die verbleibenden Teile seines Legacy-Support-Codes.

 

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