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Die Open-Source-Spiel-Engine Godot 4.7 wurde mit Unterstützung für HDR unter Linux Wayland veröffentlicht

Godot 4.7 bietet nun HDR-Ausgabe unter Linux Wayland, einen neuen Asset Store, AreaLight3D, Verbesserungen beim Android-Export, Shader-Vorschauen und vieles mehr.
Eine Übersetzung von 🇬🇧 Linuxiac.com

Godot 4.7 ist ab sofort verfügbar und bringt zahlreiche Verbesserungen in den Bereichen Rendering, Editor, Plattformen und Workflow für diese beliebte Open-Source-Spiel-Engine mit sich.

Eine wichtige Neuerung ist die Unterstützung für HDR-Ausgabe, wodurch Projekte die Vorteile von High-Dynamic-Range-Displays voll ausschöpfen können. Während Godot HDR intern bereits seit Jahren für die Beleuchtung nutzt, ermöglicht dieses Update nun, dass unterstützte Bildschirme einen größeren Bereich an Helligkeit und Farbdetails darstellen können.

🎓 Laut dem Godot-Team funktioniert die HDR-Ausgabe nun unter Windows, macOS, iOS, visionOS und Linux mit Wayland.

Darüber hinaus bietet Godot 4.7 nun grundlegende Touch-Unterstützung für Wayland. Touch-Eingaben waren unter Linux und BSD mit X11 bereits möglich, bisher jedoch nicht mit dem Wayland-Backend von Godot. Mit dieser ersten Version können Nutzer Fenster per Touch verschieben und Schaltflächen antippen, wobei Funktionen wie Schwenk- und Zoomgesten noch folgen werden.

Godot 4.7 führt außerdem AreaLight3D ein, einen neuen Knoten für rechteckige Lichtquellen. Entwickler können nun Echtzeitbeleuchtung anhand rechteckiger Flächen erzeugen, was die Darstellung von beleuchteten Schildern, Bildschirmen, Fenstern und anderen breiten Lichtquellen vereinfacht, ohne dass emittierende Materialien mit globaler Beleuchtung verwendet werden müssen.

Ein weiteres großes Update ist der neue Asset Store, der die alte Asset-Bibliothek ersetzt. Der neue Store erleichtert das Durchsuchen von Assets im Editor, bietet Bewertungsfunktionen, ermöglicht das Vergrößern von Vorschaubildern und nutzt Threading, damit Hintergrundaufgaben den Haupteditor nicht verlangsamen.

Auch der Shader-Workflow wurde verbessert und bietet nun Inline-Vorschauen für textbasierte Shader-Operationen. Entwickler können die Shader-Ergebnisse nun direkt im Editor während der Arbeit sehen, sodass das separate Kompilieren und Überprüfen der Ergebnisse weniger notwendig ist.

Im Bereich Interface-Design führt Godot 4.7 Offset-Transformationen für Control-Knoten ein. Damit lassen sich UI-Elemente verschieben, drehen oder skalieren, ohne dass sich die Funktionsweise des Container-Layouts ändert.

Was Android betrifft, können Entwickler mit der stabilen Android-Build-Umgebung von Godot Spiele nun direkt von Android-Geräten aus exportieren und veröffentlichen. Godot 4.7 bietet außerdem neue Funktionen wie Bild-in-Bild-Unterstützung, verschiebbare und in der Größe anpassbare eingebettete Spielfenster sowie die Möglichkeit, die Ausrichtung im Skript-Editor zu ändern.

Was Editor und Workflow betrifft, bietet der 3D-Editor nun das Einrasten an Scheitelpunkten, ein neues Vektormesswerkzeug, die Möglichkeit, sich bewegenden Objekten zu folgen, sowie eine Trackball-ähnliche Drehfunktion für 3D-Knoten. Außerdem gibt es einen neuen MeshLibrary-Editor, einen 2D-Szenen-Malmodus, eine verbesserte Unterstützung für das Kopieren und Einfügen im Inspector sowie deutlichere Hinweise im Projektmanager, wenn ein Projekt aktualisiert oder auf eine ältere Version zurückgesetzt werden muss.

Für 2D fügt Godot 4.7 eine einseitige Kollisionsrichtung für „CollisionShape2D“, konische Farbverläufe in „GradientTexture2D“ und Unterstützung für die Kachelung von „AtlasTexture“-Ressourcen in „TextureRect“-Knoten hinzu. Auch die Barrierefreiheit wurde verbessert, unter anderem durch die Landmark-Navigation, die fur Screenreader mehr Kontext zu den fokussierten Oberflächenelementen liefert.

Weitere Details finden Sie in der Ankündigung. Sie können Godot 4.7 ab sofort von der offiziellen Website des Projekts herunterladen.

🎓 Wie bei anderen größeren Godot-Updates sollten Nutzer mit bestehenden Projekten vor dem Upgrade Vorsicht walten lassen. Das Godot-Team empfiehlt, zunächst den Migrationsleitfaden zu lesen, da diese Version grundlegende Änderungen enthält.

 

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