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Incus 7.0 LTS – Container- und Virtual-Machine-Manager veröffentlicht

Incus 7.0 LTS bietet fünf Jahre Support, aktualisierte Systemanforderungen, Sicherheitskorrekturen, Unterstützung für OCI-Images sowie Verbesserungen im Bereich Speicher.
Eine Übersetzung von 🇬🇧 Linuxiac.com

Incus 7.0 LTS wurde als zweite Version mit langfristigem Support (LTS) des Container- und Virtualisierungsmanagers des Linux-Containers-Projekts veröffentlicht. Sie bietet Support bis Juni 2031 und löst die Version 6.0 LTS ab, die nun in ihre letzten drei Jahre des reinen Sicherheits-Supports eintritt.

Als Hauptversion aktualisiert Incus 7.0 LTS mehrere grundlegende Anforderungen. Zu den minimal unterstützten Versionen gehören nun der Linux-Kernel 6.12, Go 1.25, QEMU 8.2, LXC 6.0, nftables 1.0 und dnsmasq 2.90. Auch für optionale Komponenten wurden die Mindestanforderungen aktualisiert, beispielsweise Open vSwitch 2.15, OVN 23.03, ZFS 2.1 und LVM 2.03.11, je nach den verwendeten Funktionen.

Die Unterstützung für ältere Versionen wird auslaufen. CGroup v1 und die auf xtables basierende Firewall-Verwaltung über iptables, ip6tables und ebtables sind nun veraltet. Das Incus-Befehlszeilentool wurde ebenfalls verbessert, um ein konsistenteres Befehlsverhalten zu gewährleisten. Darüber hinaus behebt die Version 9 Sicherheitsprobleme: 7 davon werden als mittelschwer und 2 als gering eingestuft.

Eine wesentliche Änderung im Backend ist der Ersatz von MinIO als Anbieter von Speicher-Buckets. Incus verfügt nun über einen integrierten S3-Listener, wodurch die externe Abhängigkeit entfällt. Bestehende Speicher-Buckets werden beim ersten Zugriff in das neue Incus-Format konvertiert, während die API weiterhin S3-kompatibel bleibt.

Incus 7.0 LTS führt außerdem eine neue Aktion zum Herunterfahren des Servers für Cluster-Umgebungen ein. Die Option core.shutdown_action kann auf evacuate gesetzt werden, wodurch ein Server während des Herunterfahrens so viele Instanzen wie möglich auf andere Server verschieben kann, anstatt sie lokal herunterzufahren.

Auch die Verwaltung von Backups für virtuelle Maschinen wurde verbessert: Incus bietet nun eine Low-Level-NBD-API sowie APIs zur Erstellung von Dirty-Bitmaps für die Änderungsverfolgung.

Für Nutzer, die von Incus 6.0 LTS upgraden, enthält Version 7.0 LTS mehrere Funktionen, die im Laufe des 6.x-Zyklus eingeführt wurden, jedoch aufgrund erheblicher Änderungen an der Datenbank oder auf Festplatte nicht zurückportiert wurden.

Dazu gehört die Unterstützung von OCI-Images, die erstmals in Incus 6.3 eingeführt wurde. Mit dieser Funktion kann Incus Anwendungscontainer direkt aus OCI-Images erstellen und dabei Standardkonfigurationsoptionen für Container anwenden, wie z. B. Ressourcenbeschränkungen und das Abfangen von Systemaufrufen.

Die Speicherverwaltung wurde in mehreren Punkten verbessert. Abhängige Speichervolumes können nun direkt einer Instanz zugeordnet werden, sodass sie der Instanz bei Snapshots, Migrationen, Backups und Löschvorgängen folgen.

Incus 7.0 LTS bietet zudem Unterstützung für LINSTOR als Remote-Speicheroption unter Verwendung einer DRBD-basierten Replikation und führt einen TrueNAS-Speichertreiber ein, mit dem ein Remote-TrueNAS-System über die TrueNAS-API und iSCSI als Speicherpool genutzt werden kann.

Zu den Verbesserungen im Netzwerkbereich gehören Netzwerkadresssätze, die die ACL-Konfiguration vereinfachen, indem sie die Wiederverwendung von IPv4- und IPv6-Adressgruppen ermöglichen, auf die Administratoren direkt in Netzwerk-ACLs verweisen können.

Darüber hinaus unterstützen Cluster-Bereitstellungen nun CPU-Baseline-Definitionen in Clustergruppen, wodurch Incus gemeinsame CPU-Merkmale über gemischte Hardware hinweg berechnen oder definieren kann.

Weitere Details finden Sie in der Release-Ankündigung oder im vollständigen Changelog.

Incus 7.0 LTS wird zusammen mit LXC 7.0 LTS und LXCFS 7.0 LTS veröffentlicht und vervollständigt damit diese Runde der Langzeit-Support-Releases für Linux-Container. Nutzer werden dazu ermutigt, diese neuen Funktionen auf der Incus online platform auszuprobieren, die eine praktische Erfahrung mit der neuesten Version bietet.

 

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