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KDE Linux nähert sich der Beta-Phase mit Unterstützung für neue Java- und DOS-Anwendungen

KDE Linux hat nun 83 % des Weges bis zum Beta-Meilenstein zurückgelegt und bietet nun zudem die automatische Laufzeitinstallation für Java- und DOS-Anwendungen.
Eine Übersetzung von 🇬🇧 Linuxiac.com

Das sich noch in der Entwicklung befindliche, unveränderliche KDE Linux kann nun automatisch die Software installieren, die zum Starten von Java- und DOS-Anwendungen erforderlich ist. Noch wichtiger ist jedoch, dass laut der offiziellen Ankündigung 83 % der für den Beta-Meilenstein geplanten Arbeiten bereits abgeschlossen sind.

Die neue Funktionalität ist das Ergebnis einer wesentlichen Verbesserung des Package Compatibility Helper von KDE Linux. Wenn Nutzer versuchen, eine Datei zu öffnen, die von keiner installierten Anwendung verarbeitet werden kann, bietet das Tool nach ausdrücklicher Zustimmung an, geeignete Software von Flathub herunterzuladen.

Für Java-Anwendungen bietet KDE Linux beim ersten Start an, eine Java-Laufzeitumgebung zu installieren. Nach dem Herunterladen nutzt das System diese sofort, um die Anwendung zu starten. DOS-Ausführungsdateien werden ähnlich behandelt, wobei der Kompatibilitätshelfer DOSBox als erforderliche Umgebung vorschlägt.

Laut KDE wurde der Mechanismus so konzipiert, dass er erweiterbar ist, sodass später Unterstützung für weitere Datei- und Anwendungsformate hinzugefügt werden kann. Seine Implementierung ist so allgemein gehalten, dass potenziell auch andere imagebasierte Linux-Betriebssysteme davon profitieren können, die auf Flatpak setzen.

In puncto Sicherheit und Leistung hat KDE Linux mehrere Anpassungen zur Kernel-Absicherung übernommen, die vom SecureBlue-Projekt inspiriert sind und sich auf Änderungen beschränken, die für die Nutzer keine Beeinträchtigungen mit sich bringen sollten. Darüber hinaus haben die Entwickler Kernel-Module für Hardware-Watchdogs entfernt, die auf Desktop-Systemen nicht benötigt werden, wodurch die CPU-Auslastung leicht gesenkt und die Startzeiten verbessert wurden.

Zudem nutzt der CUPS-Druckdienst nun die Socket-Aktivierung, wodurch seine Komponenten inaktiv bleiben können, bis sie tatsächlich benötigt werden. Zu den weiteren Änderungen gehören die sofortige Unterstützung für WWAN-Modems sowie die Wiedereinführung der Kernel-Module esp4 und esp6, die zuvor als Schutzmaßnahme gegen die DirtyFrag-Sicherheitslücke entfernt worden waren.

Schließlich ist noch erwähnenswert, dass KDE Linux nun vulkan-virtio vorinstalliert, was die Grafikleistung in virtuellen Maschinen mit virtuellen GPU-Treibern, die Vulkan unterstützen, verbessern dürfte. Das Projekt hat außerdem die Flatpak-Synchronisation zwischen bestehenden Installationen und neuen System-Images behoben sowie ein Skript für die automatische USB-Sperre, das zuvor bei Eingabegeräten ohne Produktnamen fehlschlug.

Weitere Details zu den Entwicklungsarbeiten im Juli finden Sie in der offiziellen Ankündigung von KDE.

 

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