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KDE Plasma 6.8: Das kommt auf uns zu

Bobby Borisov
Bobby Borisov KDE

KDE Plasma 6.8 nimmt Gestalt an – mit Union-Designs, der Integration von Kup-Backups, geringerer Latenz bei der Remote-Desktop-Verbindung und neuen Verbesserungen im Zusammenhang mit Wayland.
Eine Übersetzung von 🇬🇧 Linuxiac.com

KDE Plasma 6.8 steht kurz vor der Veröffentlichung und soll in etwa einem Monat, am 14. Oktober 2026, erscheinen. Da die Beta-Version nun zum Testen verfügbar ist, wollen wir uns ansehen, was die nächste Hauptversion des Desktops zu bieten hat.

Eine bemerkenswerte Neuerung ist die fortlaufende Arbeit am neuen Union Theming-System von KDE. Plasma 6.8 bietet nun Union-Unterstützung für QtWidgets-Anwendungen wie Dolphin und Kate sowie für QtQuick-Anwendungen.

🎓 Beachten Sie jedoch, dass sich Union noch in der Technologievorschau befindet und KDE darauf hinweist, dass Nutzer mit einigen visuellen Fehlern rechnen sollten. Plasma 6.8 erleichtert das Ausprobieren dank der neuen Option „Breeze (Union)“, die in den Systemeinstellungen unter „Farben & Designs > Anwendungsstil“ zu finden ist.

Kup, ein Backup-Planer für Plasma, wird nun offizieller Bestandteil des Desktops. Es hilft Nutzern dabei, regelmäßige Backups auf externen oder entfernten Speichermedien zu planen. Da Kup nun in Plasma integriert ist, folgt es dem regulären Release-Zyklus, und KDE ermutigt Linux-Distributionen, es standardmäßig einzubinden.

Plasma 6.8 verbessert zudem die Unterstützung für Remote-Desktops. Der in KDE integrierte RDP-Server ermöglicht nun den Austausch von Zwischenspeicherinhalten in beide Richtungen, sodass Sie zwischen dem Remote-System und dem Client kopieren und einfügen können.

Zudem sperrt ein neuer Remote-Desktop-Modus nun die physischen Bildschirme des Remote-Computers, sobald eine Verbindung hergestellt wird, und erstellt so eine virtuelle Anzeige für den Remote-Benutzer. Der RDP-Server von Plasma kann zudem die Bildqualität entsprechend der Netzwerkbandbreite anpassen, und mehrere Updates tragen dazu bei, die Latenz bei Bildschirmübertragungen und Remote-Desktop-Sitzungen zu verringern.

Eine weitere bemerkenswerte Änderung in KDE Plasma 6.8 ist, dass die Dreifachpufferung auf NVIDIA-GPUs nun standardmäßig aktiviert ist. Laut KDE wurden die Probleme behoben, die diese Funktion zuvor auf NVIDIA-Hardware unzuverlässig machten, sodass nun mehr Nutzer von einer flüssigeren Bildwiedergabe und einer besseren Konsistenz der Animationen profitieren können.

Im Bereich Barrierefreiheit bietet Plasma 6.8 einen integrierten „Dwell-Clicker“ (Verweilkicks), der automatisch klickt, wenn der Mauszeiger für eine festgelegte Zeit stillsteht. Bildschirmleseprogramme können nun bei KWin abfragen, welches Fenster sich unter dem Mauszeiger befindet.

Außerdem gibt es eine praktische Neuerung bei der Mausbedienung. Die Scrollfunktion der mittleren Maustaste funktioniert nun als Umschaltfunktion: Sie können die mittlere Maustaste einmal anklicken, um den Scrollmodus zu starten, und erneut anklicken, um ihn zu beenden, anstatt die Taste gedrückt zu halten.

Die Handhabung der Zwischenablage wurde durch mehrere Fehlerbehebungen und Verbesserungen der Benutzerfreundlichkeit optimiert. Die Einstellungen für kopierte Bilder und MIME-Aktionen sind nun leichter verständlich. Das Zwischenablage-Widget blendet außerdem seine Aktionsschaltflächen aus, bis Sie mit der Maus über ein Element fahren oder den Fokus darauf setzen, wodurch lange Einträge in der Zwischenablage besser lesbar sind.

Die Bildschirmtastatur funktioniert nun reibungsloser. Auf dem Anmelde- und Sperrbildschirm öffnet die Schaltfläche Bildschirmtastatur anzeigen die Tastatur immer, unabhängig von den üblichen Sichtbarkeitseinstellungen. Das Eingabemethode-Widget wurde ebenfalls überarbeitet, sodass Sie mehr Kontrolle darüber haben, wann die Bildschirmtastatur erscheint – unter anderem können Sie sie manuell anzeigen lassen, wenn eine XWayland-Anwendung aktiv ist.

Zu den weiteren Verbesserungen auf dem Desktop gehört, dass Kickoff nun so breit geöffnet wird, dass alle Einträge in der Seitenleiste ohne zusätzliches Scrollen angezeigt werden. Außerdem zeigt die Seite Schnelleinstellungen in den Systemeinstellungen nun standardmäßig eine Reihe von Seiten an, anstatt zunächst leer zu erscheinen, bis Plasma gelernt hat, welche Einstellungen Sie am häufigsten verwenden.

Das Widget Stromversorgung & Akku verwendet nun Zahlen mit fester Breite für Prozentangaben, sodass sich die Oberfläche bei Änderungen der Zahlen nicht verschiebt. Die Tastaturnavigation für die Digitale Uhr wurde verbessert, und Kalenderereignisse zeigen ihre Beschreibungen nun direkt an, ohne dass man mit der Maus darüberfahren muss.

Die Verbesserungen im Bereich Anzeige und Grafik werden kontinuierlich fortgesetzt. Plasma 6.8 steigert die Leistung und Energieeffizienz bei Vollbildinhalten auf Intel- und NVIDIA-GPUs, wenn HDR, ICC-Profile oder „Night Light“ verwendet werden. KWin unterstützt nun auch HDR-Inhalte mit der HLG-Übertragungsfunktion.

Bildschirmaufnahmen, die mit Spectacle und anderen Anwendungen unter Verwendung von KPipeWire erstellt werden, sollten nun eine bessere Bildqualität aufweisen. Optimierungen an den Breeze-SVG-Assets reduzieren zudem den VRAM-Bedarf des Standardthemas von Plasma.

Hinter den Kulissen unterstützt KWin nun das Wayland-Protokoll commit_timing. Plasma 6.8 bringt zudem zahlreiche Absturzbehebungen mit sich, darunter solche für das Abmelden, fehlerhafte D-Bus-Shortcut-Anfragen und ein Problem, bei dem eine fehlerhafte XWayland-Konfigurationsdatei den Start von XWayland durch KWin verhindern konnte.

Weitere Details finden Sie in der Ankündigung zur Beta-Version oder im aktuellen „This Week in Plasma“ Bericht von KDE.

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