Zuletzt aktualisiert am

Mozilla Firefox integriert still und leise die Adblock-Engine von Brave

Firefox 149 integriert still und leise die „Adblock-Rust“-Engine von Brave als experimentellen Prototyp zur Inhaltsblockierung, der standardmäßig deaktiviert ist und keine Filterlisten enthält.
Eine Übersetzung von 🇬🇧 Linuxiac.com

FFirefox 149 wurde vor einem Monat veröffentlicht, doch Mozilla hat eine sehr wichtige Funktion dabei nicht erwähnt – die erste Entwicklung einer Engine zum Blockieren von Inhalten, die auf dem Projekt adblock-rust von Brave basiert. Diese ist jedoch für Nutzer noch nicht als integrierter Werbeblocker verfügbar.

Dieses Update wurde über den Mozilla-Bug 2013888 mit dem Titel Add a prototype rich content blocking engine implementiert. Der Bug wurde behoben und in Firefox 149 korrigiert. Laut dem Mozilla-Entwickler Benjamin VanderSloot wurde Braves Crate neben dem bestehenden URL-Klassifikator in den Netzwerkcode von Firefox integriert. Die Funktion wird über die Einstellungen verwaltet und bleibt standardmäßig deaktiviert.

Der Code befindet sich nun im Quellcode-Verzeichnis von Firefox unter third_party/rust/adblock. Was die Funktionalität betrifft, unterstützt das Projekt Netzwerkfilterung, kosmetische Filterung, Scriptlet-Injektion, Ressourcenersetzung sowie Hosts-Syntax- und uBlock Origin-Syntaxerweiterungen.

🎓 Es ist wichtig zu beachten, dass Firefox keine vollständige Werbeblocker-Funktion in die Benutzeroberfläche des Browsers integriert. Es gibt keinen Standardschalter in den Einstellungen, und Firefox stellt keine gebrauchsfertigen Filterlisten zur Verfügung. Diese Funktionalität befindet sich noch im Versuchsstadium und ist nur über interne Einstellungen zugänglich.

Shivan Kaul, Vizepräsident für Datenschutz und Sicherheit bei Brave, der sich zu dieser Änderung äußerte, beschreibt dies als einen ersten Schritt von Firefox, die Adblock-Rust-Engine von Brave zu integrieren. Diese Entwicklung ist aus einem einfachen Grund von Bedeutung: Sie führt zum ersten Mal eine native Filter-Engine zur Werbeblockierung in den Code von Firefox ein. Ich bin überzeugt, dass dies von den Nutzern des Browsers begrüßt werden wird.

Die große Frage lautet also: Wie testet man sie? Ganz einfach. Nutzer, die die neue Engine ausprobieren möchten, können sie in Firefox 149 oder höher manuell über about:config aktivieren. Die wichtigste Einstellung lautet:

privacy.trackingprotection.content.protection.enabled

und muss auf „true“ geändert werden.

Da Firefox für diesen Prototyp keine Filterlisten bereitstellt, müssen Nutzer ihre eigenen Listen-URLs wie folgt hinzufügen:

privacy.trackingprotection.content.protection.test_list_urls

Beispielsweise können Nutzer EasyList und EasyPrivacy hinzufügen, indem sie folgende Einstellung vornehmen:

https://easylist.to/easylist/easylist.txt|https://easylist.to/easylist/easyprivacy.txt

Die beiden URLs sollten durch das Pipe-Zeichen | getrennt werden, da die Einstellung mehrere Listen in diesem Format akzeptiert. Durch das Ändern dieser Einstellung werden die Listen neu geladen.

Abschließend sei noch einmal darauf hingewiesen, dass dies eher als Grundlagenarbeit denn als fertige Funktion betrachtet werden sollte. Obwohl Firefox die Engine enthält, hat Mozilla sie noch nicht als für Endnutzer geeigneten Werbeblocker veröffentlicht, sodass Nutzer nach einem Update keine sichtbaren Änderungen erwarten sollten.

 

Spendieren Sie Bobby einen ☕ Ko-fi

s3n🧩net wünscht viel Vergnügen

 

Comments