
Simple Taskbar bringt eine Windows-11-ähnliche Taskleiste auf den GNOME-Desktop
„Simple Taskbar“ ist eine GNOME-Shell-Erweiterung, die angeheftete Anwendungen, Fenstervorschauen, Anpassungsmöglichkeiten für die Taskleiste und ein optionales Startmenü im Stil von Windows 11 bietet.
Eine Übersetzung von 🇬🇧 Linuxiac.com
Simple Taskbar (derzeit kompatibel mit GNOME 50) ist eine neue Erweiterung, die das native Panel des GNOME-Desktops in eine stets sichtbare und hochgradig konfigurierbare Anwendungs-Taskleiste verwandelt.
Wichtig ist, dass die Erweiterung die Kernkomponenten des GNOME-Panels nicht ersetzt, sondern angeheftete und laufende Anwendungen neben „Aktivitäten“, der Uhr, dem Kalender, den Schnelleinstellungen und anderen Erweiterungsanzeigen integriert, was zu einem traditionelleren Desktop-Layout führt, das im Kern erkennbar GNOME bleibt.
Wie Sie wahrscheinlich bereits erraten haben, positioniert sich Simple Taskbar als Alternative zu Dash to Panel, überschneidet sich jedoch auch mit Dash to Dock, da sie das Starten von Anwendungen und die Fensterverwaltung direkt in die Leiste integriert.
Der Entwickler beschreibt das Projekt als eine bessere, stimmigere und sofort einsatzbereite Option, die so konzipiert ist, dass sie ein einheitliches Erscheinungsbild und Verhalten bietet, ohne dass Nutzer direkt nach der Installation zahlreiche Einstellungen vornehmen müssen.
Die Erweiterung zeigt GNOME-Favoriten und laufende Anwendungen gemeinsam an. Ein Klick auf ein Symbol startet eine Anwendung, rückt sie in den Vordergrund oder minimiert sie, während ein Klick mit der mittleren Maustaste ein neues Fenster öffnet und ein Rechtsklick das reguläre GNOME-Anwendungsmenü anzeigt.
Darüber hinaus lassen sich Anwendungen per Drag & Drop neu anordnen, wobei die Änderungen mit den ursprünglichen Dash-Favoriten von GNOME synchronisiert werden.
Wenn man mit der Maus über ein Anwendungssymbol fährt, werden Live-Vorschauen der geöffneten Fenster angezeigt, einschließlich Steuerelementen zum Aktivieren oder Schließen einzelner Fenster. Anwendungen mit mehreren Fenstern können nur ihre eigenen Fenster in der Übersicht anzeigen, einschließlich derjenigen auf anderen Arbeitsflächen.
Beeindruckend sind auch die umfangreichen Anpassungsmöglichkeiten. Benutzer können das Panel am oberen oder unteren Rand des Bildschirms platzieren, Anwendungssymbole links oder zentriert ausrichten, die Panelhöhe, Symbolgröße, den Abstand und die Transparenz anpassen sowie zwischen hellen, dunklen oder an die Shell angepassten Designs wählen. Das automatische Ausblenden, das Wechseln zwischen Arbeitsbereichen durch Scrollen im Panel, die Isolierung des aktuellen Arbeitsbereichs und Panels auf sekundären Monitoren werden ebenfalls unterstützt.
Darüber hinaus lassen sich einzelne Leistenelemente neu positionieren. Aktivitäten, die Uhr, die Schnelleinstellungen, die Start-Schaltfläche und ein optionales Ordnermenü können in verschiedenen Bereichen der Leiste platziert werden. Benachrichtigungsbanner können der gewählten Ausrichtung der Leistenkante und der Uhr folgen, und am äußeren Rand der Taskleiste kann eine optionale Desktop-Schaltfläche hinzugefügt werden.
Eine der markantesten Neuerungen von „Simple Taskbar“ ist das integrierte, optionale Startmenü im „Eleven“-Stil. Es umfasst eine Anwendungssuche, eine Ansicht „Alle Apps“, ein separat konfigurierbares Raster mit angehefteten Anwendungen, empfohlene Apps sowie Kontextmenü-Aktionen zum Anheften von Elementen entweder an das Startmenü oder an die Taskleiste. Nutzer, die die ursprüngliche Anwendungsschaltfläche von GNOME bevorzugen, können diese stattdessen wiederherstellen.
Die Erweiterung bietet zwei Betriebsmodi. Im Taskleistenmodus werden Favoriten und laufende Anwendungen direkt auf dem Panel angezeigt und das ursprüngliche „Overview Dash“ von GNOME ausgeblendet. Der Standardmodus „GNOME-Panel“ entfernt Anwendungen aus der Taskleiste, stellt das ursprüngliche Dash wieder her und bietet ein Panel im nativen Stil über mehrere Monitore hinweg, wobei die Steuerelemente der Erweiterung für Positionierung und Darstellung beibehalten werden.
Für Nutzer, die bereits „Dash to Panel“ oder „Ubuntu Dock“ verwenden, deaktiviert „Simple Taskbar“ diese automatisch, sobald die Erweiterung aktiviert wird, um zu verhindern, dass zwei Anwendungsstarter denselben Bildschirmrand belegen. Selbstverständlich bleiben sie verfügbar, wenn die Erweiterung in den Modus „Default GNOME Panel“ wechselt.
Was die Installation betrifft: Da das Projekt noch neu ist und noch nicht auf der offiziellen GNOME-Extensions-Website veröffentlicht wurde, müssen Nutzer den Quellcode oder das Installationspaket von der GitHub-Seite der Erweiterung beziehen.
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