
Stalwart 0.16 Mailserver mit neuer Web-Benutzeroberfläche veröffentlicht
Der Mailserver Stalwart 0.16 bietet eine überarbeitete Weboberfläche, eine externe OIDC-Anmeldung, eine JMAP-basierte Verwaltung sowie eine neue Befehlszeilenschnittstelle für die Serververwaltung.
Eine Übersetzung von 🇬🇧 Linuxiac.com
Stalwart, ein kostenloser und quelloffener, selbst gehosteter E-Mail- und Kollaborationsserver, der in Rust geschrieben ist und JMAP, IMAP4, POP3, SMTP, Spam- und Sicherheitskontrollen, DKIM, DMARC, SPF und mehr unterstützt, hat die Version 0.16 veröffentlicht.
Die Web-Benutzeroberfläche wurde komplett überarbeitet und unterstützt nun die Authentifizierung über externe OIDC-Anbieter, darunter Keycloak, Authentik, Authelia, Zitadel und andere standardkonforme Plattformen.
Eine weitere wesentliche Änderung ist die Abschaffung der REST-Verwaltungs-API. Für die Konfiguration und Verwaltung werden nun JMAP-Objekte über den bestehenden Endpunkt /jmap für E-Mails, Kalender, Kontakte und Dateien verwendet.
Mit dieser Version wird außerdem stalwart-cli eingeführt, das dieselbe JMAP-Verwaltungs-API wie die WebUI nutzt. Es ermöglicht die Serververwaltung, die Anwendung deklarativer Konfigurationspläne sowie den Abgleich des aktuellen Serverstatus mit der gewünschten Konfiguration.
Was die DNS-Automatisierung betrifft, so verwalteten frühere Versionen lediglich TXT-Einträge für die ACME-DNS-01-Validierung, während Stalwart 0.16 nun die Verwaltung von MX-, TXT-, CNAME-, SRV-, CAA- und TLSA-Einträgen unterstützt. Dazu gehören SPF-, DKIM-, DMARC-, Autoconfig-, Autodiscover-, Zertifikatsautorisierungs- und DANE-TLSA-Einträge. Zu den unterstützten DNS-Anbietern gehören Route53, Google Cloud DNS, Bunny, Porkbun, DNSimple, Spaceship sowie RFC 2136-dynamische Updates, die mit SIG(0) für selbst gehostete autoritative DNS signiert sind.
Darüber hinaus bietet Stalwart 0.16 eine automatisierte DKIM-Schlüsselrotation. Der Server kann DKIM-Schlüssel generieren, diese nach einem Zeitplan rotieren und passende DNS-Einträge über die neue DNS-Verwaltungsschicht veröffentlichen. DKIM-Schlüssel werden nun zusammen mit anderen Konfigurationsdaten in der Datenbank gespeichert, wodurch die Notwendigkeit einer manuellen Koordination bei Cluster-Bereitstellungen entfällt.
Für Endbenutzer führt die neue Version maskierte E-Mail-Adressen ein. Dabei handelt es sich um Einwegadressen für einzelne Dienste, die an den Haupt-Posteingang des Benutzers weitergeleitet werden. Diese Adressen können einzeln deaktiviert werden, falls sie kompromittiert wurden oder unerwünschte E-Mails erhalten. Diese Funktion ist in der Enterprise-Edition verfügbar.
Zu den Sicherheitsverbesserungen gehören die Überprüfung der Passwortstärke mit zxcvbn, Richtlinien für das Ablaufen und die Rotation von Passwörtern sowie die Möglichkeit, Benutzerkonten auf bestimmte IP-Bereiche zu beschränken. App-Passwörter und API-Schlüssel können nun auf bestimmte Berechtigungen beschränkt, mit Labels versehen, mit Ablaufdaten versehen und nach IP-Adresse eingeschränkt werden.
Weitere Updates umfassen die Unterstützung für den Entwurf zur automatischen Konfiguration von E-Mail-, Kalender- und Kontaktserver-Einstellungen, MS Autodiscover V2, Domain-Aliase, Alias-Beschreibungen, deaktivierte Aliase, die Deaktivierung von Sieve-Skripten, die automatische Generierung von Knoten-IDs, ein einheitliches Cluster-Management sowie eine neue ausgehende MTA-Rolle für dedizierte Warteschlangen-Knoten.
Zudem unterstützt die ACME-Ebene nun die DNS-PERSIST-01 challenge (🇬🇧), die bedarfsgesteuerte Zertifikatserneuerung sowie eine Detailansicht für Zertifikate.
Weitere Informationen finden Sie in der Ankündigung.
🎓 Da die Verwaltungsebene neu gestaltet und veraltete Funktionen entfernt wurden, handelt es sich bei Stalwart 0.16 nicht nur um ein routinemäßiges Wartungsupdate. Vor diesem Hintergrund warnen die Entwickler vor zahlreichen Kompatibilitätsproblemen und empfehlen dringend, die Upgrade-Dokumentation durchzulesen, bevor Produktionsumgebungen aktualisiert werden.
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s3n🧩net wünscht viel Vergnügen
















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