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Die Notations-App MuseScore Studio 4.7 bietet neue Funktionen für Gitarren

Die Open-Source-Notations-App MuseScore Studio 4.7 bietet neue Notensatzwerkzeuge, Funktionen für die Gitarrennotation, Verbesserungen bei der Wiedergabe, MP4-Export und vieles mehr.
Eine Übersetzung von 🇬🇧 Linuxiac.com

MuseScore Studio 4.7 wurde als neueste Version der plattformübergreifenden Open-Source-Software für Notensatz und Komposition veröffentlicht.

Diese Version bietet mehrere Verbesserungen beim Notensatz, die eine bessere Kontrolle über das Layout der Partitur und die Notation ermöglichen. Pfeilspitzen können nun über die Palette Linien zu Textzeilen hinzugefügt oder im Eigenschaftenfenster konfiguriert werden. Akkordklammern stehen für Klaviermusik, Gitarren-Barré-Notation und andere Abschnitte zur Verfügung, die eine visuelle Gruppierung erfordern.

Zudem werden Akkordklammern nun über die vorhandenen Klammer-Steuerelemente in den Eigenschaften verwaltet. Liedtext-Erweiterungen und gestrichelte Linien können direkt ausgewählt werden, um eine präzise Positionierung zu ermöglichen. Systemtrennlinien bieten nun neue Optionen für Skalierung und Position in den Stilen und können direkt in der Partitur ausgewählt und bearbeitet werden.

Auch die Textbearbeitung wurde verfeinert: MuseScore Studio 4.7 bietet nun Formatierungseigenschaften für alle Textzeilen, einschließlich Notensystem- und Systemtextzeilen, Volta-Klammern und allmählicher Tempowechsel.

Textbündigung und -ausrichtung sind nun getrennt, was mehr Kontrolle über die Textpositionierung bietet. Geschwungene Anführungszeichen werden automatisch eingefügt, mit der Option, diese unmittelbar nach der Eingabe rückgängig zu machen und zu geraden Anführungszeichen zurückzukehren.

Die Gitarrennotation wurde in dieser Version erheblich verbessert. MuseScore Studio 4.7 führt ein neues System zur Darstellung von Gitarrenakkorden in der Tabulatur, oberhalb des Tabulatur-Notensystems und im Standard-Notensystem ein, das auch die Wiedergabe unterstützt.

Darüber hinaus ermöglichen neue Kapodaster-Transpositionsmodi den Anwendern, sowohl die klingenden als auch die gespielten Tonhöhen im Standard-Notensystem anzuzeigen. Außerdem steht eine Option für nicht transponierte Tabulaturen zur Verfügung, falls der Kapodaster ausschließlich zur Vereinfachung der Griffweise verwendet wird.

Ergänzt werden die Gitarrenoptionen durch Griffbrettdiagramme und Akkordsymbole, die nun in die Transposition der Partitur integriert sind, was Konsistenz beim Wechseln der Tonart oder beim Arbeiten mit transponiertem Material gewährleistet.

Verbesserungen im Arbeitsablauf betreffen gängige Bearbeitungsaufgaben. Durch Doppelklicken auf eine einzelne Note in einem Akkord wird nun der gesamte Akkord ausgewählt, und die Taste R wiederholt die Auswahl auf dem nächsten Schlag. Der Mixer verfügt nun über ein Suchfeld zum schnellen Auffinden von Klängen und Effekten, und einige lange Dropdown-Menüs unterstützen die Navigation über Anfangsbuchstaben.

MuseScore Studio 4.7 führt außerdem neue Steuerelemente für die enharmonische Notenschrift im Menü Extras ein. Bei der Noteneingabe über ein MIDI-Keyboard bestimmt nun die Auswahl eines Vorzeichens in der Noteneingabe-Symbolleiste, wie Noten und Akkorde notiert werden. Mit den Tasten Q und W lässt sich die Dauer ausgewählter Noten oder Notenbereiche halbieren oder verdoppeln, und die Funktion Suchen/Gehe zu kann nun einen Taktbereich auswählen.

Eine neue Einstellung unter Darstellung ermöglicht es, dass der Invertiermodus der Partitur automatisch der Dark-Mode-Einstellung der Anwendung folgt.

Die Wiedergabe wurde durch eine überarbeitete Audio-Engine verbessert, was zu einer besseren Leistung und geringeren Verzögerungen auf allen Betriebssystemen führt. Unter Windows bietet MuseScore Studio 4.7 nun ASIO-Unterstützung und eine Option für einen 256-Sample-Puffer mit geringerer Latenz.

Der MP4-Videoexport für die scrollbare Partituransicht, einschließlich Audiowiedergabe, ist nun unter Veröffentlichen > Exportieren verfügbar. MuseScore Studio 4.7 bietet zudem Unterstützung für MIDI-Maschinensteuerung, wodurch kompatible VST-Plugins die Position des Abspielkopfes in der Partitur steuern können.

Weitere Details finden Sie in der Ankündigung. Downloads sind über den Download-Bereich des Projekts oder die Release-Seite auf GitHub verfügbar.

Nutzer von Linux können MuseScore Studio direkt herunterladen. Nutzer, die MuseSounds-Unterstützung benötigen, sollten den MuseSounds Manager separat installieren. Unter Windows und macOS erscheinen Update-Benachrichtigungen in MuseScore Studio oder MuseHub, eine manuelle Installation ist jedoch weiterhin möglich für diejenigen, die nicht warten möchten.

 

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