Zuletzt aktualisiert am

Proxmox Datacenter Manager 1.1 bietet nun automatisierte Host-Installationen

Proxmox Datacenter Manager 1.1 bietet nun Workflows für die unbeaufsichtigte Host-Installation, zentralisierte Abonnements und erweiterte Funktionen zur Gastverwaltung.
Eine Übersetzung von 🇬🇧 Linuxiac.com

Nach der ersten Version 1.0 Anfang Dezember hat das Proxmox-Team heute Proxmox Datacenter Manager 1.1 veröffentlicht, das neueste Update seiner Open-Source-Plattform für die zentralisierte Verwaltung verteilter Proxmox-Umgebungen. Es basiert auf Debian 13.5 „Trixie“ und nutzt den Linux-Kernel 7.0 als neuen stabilen Standard sowie ZFS 2.4.

Eine wesentliche Verbesserung in der neuen Version sind die integrierten automatisierten Installations-Workflows. Die Plattform dient nun als zentraler Konfigurationsserver für die Bereitstellung neuer Hosts und ermöglicht es Administratoren, Antwortdateikonfigurationen mit vordefinierten Parametern für unbeaufsichtigte Bereitstellungen zu verwalten.

Die neue Registerkarte Automated Installations im Abschnitt Remotes bietet Zugriff auf diese Workflows, und der Installationsfortschritt kann direkt über die Weboberfläche verfolgt werden. Proxmox hat zudem einen tokenbasierten Sicherheitsmechanismus eingeführt, um Konfigurationen zu schützen und den Zugriff auf autorisierte Installationen zu beschränken.

Darüber hinaus führt Proxmox Datacenter Manager 1.1 eine zentralisierte Verwaltung von Abonnementschlüsseln ein. Die neue Abonnement-Registrierung ermöglicht es Administratoren, einen zentralen Pool von Schlüsseln zu verwalten, diese bestimmten Remotes zuzuweisen und Zuweisungen bei Bedarf zu entfernen. Vorbereitete Antwortdateien können einen Abonnementschlüssel enthalten, wodurch neue Hosts Abonnements während der Bereitstellung automatisch registrieren können.

Für hyperkonvergente Bereitstellungen der Proxmox Virtual Environment bietet der Proxmox Datacenter Manager 1.1 nun eine native Überwachung für angeschlossene Ceph-Cluster. Die konsolidierte Ansicht zeigt Status-, Kapazitäts- und Echtzeit-Leistungsdaten mehrerer Cluster auf einem einzigen Bildschirm an.

Darüber hinaus liefert das Ceph-Dashboard Details zu Object Storage Daemons, Monitoren, Managern, Metadatenservern, Speicherpools, CephFS und Cluster-Flags und bietet Administratoren damit eine zentrale Stelle zur Überwachung verteilter Speicherumgebungen.

Die Visualisierung der Infrastruktur wurde durch neue geografische Widgets erweitert, die verbundene Remote-Standorte auf einer Weltkarte anzeigen. Standorte werden über Knoten- oder Rechenzentrumsoptionen auf Proxmox VE-Remote-Standorten oder über Konfigurationseinstellungen für Proxmox Backup Server-Remote-Standorte definiert.

Zusätzliche Widgets auf Basis von Anzeigen zeigen nun die CPU-, Speicher- und Speicherplatzauslastung an. Lokale Host-Metriken für den Proxmox Datacenter Manager-Host werden ebenfalls erfasst und über integrierte RRD-Diagramme im Knotenstatus-Panel angezeigt.

Proxmox Datacenter Manager 1.1 führt zudem eine erste Unterstützung für die zentralisierte Gastverwaltung ein. Eine neue übergreifende Remote-Ansicht zeigt QEMU-Virtual-Machines und LXC-Container von verbundenen Remotes in einer sortierbaren Tabelle oder einer nach Remotes gruppierten Baumstruktur an.

Die gleiche Oberfläche bietet Textfilterung zum Auffinden von Gästen und ermöglicht den Zugriff auf gängige Aktionen aus einer einheitlichen Übersicht. Auch die Snapshot-Verwaltung ist verfügbar, sodass Administratoren Snapshots in einer Eltern-Kind-Baumstruktur anzeigen und Snapshot-Beschreibungen erstellen, zurücksetzen, löschen oder bearbeiten können.

Die Version führt außerdem eine neue Aktion namens Fortsetzen für angehaltene oder suspendierte QEMU-Virtualisierungsmaschinen ein, die die bestehenden Funktionen zum Starten, Stoppen und Herunterfahren ergänzt. Proxmox bezeichnet dies als erste Phase der zentralisierten Gast-Orchestrierung, wobei für zukünftige Versionen weitere Aufgaben der täglichen Verwaltung geplant sind.

Weitere Details finden Sie in der Ankündigung oder in den Versionshinweisen. Benutzer können ein vollständiges ISO-Image herunterladen, über das standardmäßige APT-Paketverwaltungssystem von früheren Versionen upgraden oder die Plattform auf einer bestehenden Debian-Installation installieren.

 

Spendieren Sie Bobby einen ☕ Ko-fi

s3n🧩net wünscht viel Vergnügen

Comments