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Fish Shell 4.2 mit verbesserten Autovervollständigungen veröffentlicht

Fish Shell 4.2 verbessert die historienbasierten Autovervollständigungsvorschläge, verwendet standardmäßig die UTF-8-Kodierung, löscht temporäre Eingabeaufforderungen korrekt und vieles mehr.
Eine Übersetzung von 🇬🇧 Linuxiac.com

Fish, eine beliebte benutzerfreundliche Befehlszeilen-Shell, hat die Version 4.2 angekündigt, eine neue Version, die auf der 4.0-Serie aufbaut. Zu den auffälligsten Verbesserungen gehört ein Upgrade der historienbasierten Autovervollständigung, die nun mehrzeilige Befehle korrekt verarbeitet.

Die neue Version verbessert auch die Verwaltung von Eingabeaufforderungen: Vorübergehende Eingabeaufforderungen, die mehr Zeilen als die letzte enthalten, werden nun ordnungsgemäß gelöscht, wodurch eine unübersichtliche Darstellung auf dem Bildschirm vermieden wird. Ebenso blendet die Shell nun Teile einer mehrzeiligen Eingabeaufforderung aus, die aus dem Sichtbereich gescrollt wurden, wodurch doppelte Zeilen nach dem Neuzeichnen vermieden werden.

Auch die Lokalisierung wurde verbessert, mit neuen taiwanesischen chinesischen Übersetzungen und aktualisierten französischen Übersetzungen.

Eine wichtige interne Änderung besteht darin, dass Fish nun standardmäßig UTF-8-Kodierung verwendet, selbst auf Systemen ohne UTF-8-Locale. Das bedeutet, dass Eingabebytes, die nicht UTF-8-gültig sind, weiterhin korrekt übertragen werden, sodass ältere Dateipfade oder Legacy-Kodierungen weiterhin funktionieren. Allerdings greift Fish auf Nicht-Multibyte-Systemen nicht mehr auf ASCII-Ersetzungen für Unicode-Zeichen zurück.

Im Hinblick auf die Benutzerfreundlichkeit erhält Fish eine neue Funktion namens fish_tab_title, mit der Benutzer den Titel der Terminal-Registerkarte unabhängig vom Fenstertitel festlegen können. Die Mauserfassung wird nicht mehr zwangsweise deaktiviert, sodass Benutzer den Cursor bewegen oder Vervollständigungselemente mit Mausklicks auswählen können. Die Tastenkombination Alt + P wurde ebenfalls verbessert, um das Einfügen unerwünschter Leerzeichen in Befehlszeilen zu vermeiden.

Zu den plattformspezifischen Verbesserungen gehören die korrekte Verarbeitung von MANPATH unter macOS, Korrekturen für Fehler beim Starten der webbasierten Konfiguration unter Windows und neue MSYS2-spezifische Workarounds für Konsole und WezTerm, um das richtige Arbeitsverzeichnis beim Öffnen neuer Registerkarten sicherzustellen.

Darüber hinaus behebt eine Korrektur für OpenBSD 7.8 ein Problem mit der Anzeige integrierter Manpages durch die Fish-Shell.

🎓 Schließlich wurde Fish ab Version 4.0 einer umfassenden internen Umgestaltung unterzogen, da es vollständig in Rust neu geschrieben wurde und ältere C++-Komponenten ersetzt wurden. Vor diesem Hintergrund baut die neue Version 4.2 auf dieser Grundlage auf, indem sie die minimal unterstützte Rust-Version auf 1.85 aktualisiert und so die Kompatibilität mit den neuesten Compiler-Verbesserungen und Ökosystem-Tools sicherstellt.

Weitere Informationen finden Sie im Changelog.

 

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