
GrapheneOS-Unterstützung kommt 2027 auf die Flaggschiff-Modelle von Motorola
Laut GrapheneOS werden die ersten offiziell unterstützten Motorola-Geräte voraussichtlich im Jahr 2027 auf den Markt kommen, beginnend mit den Flaggschiff-Modellen der Oberklasse.
Eine Übersetzung von 🇬🇧 Linuxiac.com
GrapheneOS hat bekannt gegeben, dass die ersten Motorola-Smartphones mit offizieller Unterstützung für das auf Open Source basierende, auf Sicherheit und Datenschutz ausgerichtete Android-Betriebssystem voraussichtlich im Jahr 2027 auf den Markt kommen werden.
Diese Meldung liefert den ersten konkreten Zeitrahmen, seit Motorola und GrapheneOS Anfang dieses Jahres ihre Partnerschaft angekündigt haben. Die Unternehmen hatten bestätigt, gemeinsam an der Verbesserung der mobilen Sicherheit zu arbeiten und zukünftige Motorola-Geräte mit GrapheneOS kompatibel zu machen, jedoch wurden damals keine konkreten Geräte oder ein Zeitfenster für die Markteinführung genannt.
Nun hat GrapheneOS einige weitere Details bekannt gegeben. In einer Antwort an einen Nutzer auf Mastodon erklärte das Projekt, dass die ersten unterstützten Geräte „im Jahr 2027 erhältlich sein sollten“, und fügte hinzu, dass es sich bei den ersten Modellen um Flaggschiff-Modelle handeln werde.
Das bedeutet, dass sie voraussichtlich nicht gerade günstig sein werden. Laut GrapheneOS werden die ersten Motorola-Geräte über eine hochwertigere Hardware verfügen als die Pixel-Smartphones von Google und zu einem höheren Preis angeboten werden.
Die Entscheidung, mit Flaggschiff-Geräten zu beginnen, hängt weitgehend mit den strengen Hardware-Sicherheitsanforderungen von GrapheneOS zusammen. Das Projekt erklärt, dass die neuesten Snapdragon-Flaggschiff-Plattformen derzeit die besten Sicherheitsfunktionen von Qualcomm bieten, während Hardware der unteren Preisklasse in mehreren Bereichen noch Defizite aufweist.
Günstigere Motorola-Smartphones könnten später Unterstützung für GrapheneOS erhalten, doch dafür sind Verbesserungen sowohl bei den Sicherheitsfunktionen als auch beim Software-Support erforderlich. GrapheneOS wies darauf hin, dass Motorola für Geräte unterhalb seiner Flaggschiff-Reihe längere Update-Zeiträume gewährleisten müsste.
Dies ist wichtig, da die Unterstützung durch GrapheneOS stark von der Hardware-Plattform und der Bereitschaft des Herstellers abhängt, langfristige Firmware- und Sicherheitsupdates bereitzustellen. Im Gegensatz zu vielen anderen benutzerdefinierten Android-ROMs stellt das Projekt strenge Anforderungen an die Geräte, die es offiziell unterstützt.
Es lohnt sich auch zu klären, was „GrapheneOS-Unterstützung“ in diesem Fall bedeutet. Derzeit gibt es keine Anzeichen dafür, dass Motorola plant, Smartphones mit vorinstalliertem GrapheneOS auszuliefern. Stattdessen wird erwartet, dass die kommenden Geräte so konzipiert sind, dass Nutzer GrapheneOS offiziell auf unterstützter Motorola-Hardware installieren und ausführen können.
Bislang wurde GrapheneOS vor allem mit Google-Pixel-Geräten in Verbindung gebracht, die die Hardware-Sicherheitsanforderungen des Projekts erfüllen und die erforderliche Plattformunterstützung bieten. Die Einbeziehung von Motorola stellt daher eine bedeutende Erweiterung über Googles eigene Smartphone-Produktpalette hinaus dar.
Bislang wurden noch keine konkreten Motorola-Modelle angekündigt, sodass alle Vermutungen darüber, welche Flaggschiff-Modelle des Jahres 2027 unterstützt werden, vorerst reine Spekulation bleiben.
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