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Jellyfin 12.0 Media Server mit schnellerer Datenbank und moderner Benutzeroberfläche veröffentlicht

Jellyfin 12.0 ist da – mit einem schnelleren Datenbank-Backend, der standardmäßig aktivierten Modern UI, FFmpeg 8.1, erweiterten Funktionen für Bücher und Comics sowie Sicherheitskorrekturen.
Eine Übersetzung von 🇬🇧 Linuxiac.com

Jellyfin, der kostenlose Open-Source-Medienserver, hat die Version 12.0 veröffentlicht. Das Erste, was langjährigen Nutzern auffallen wird, ist die Versionsnummer.

Was zuvor Jellyfin 10.12 hieß, heißt nun einfach Jellyfin 12.0, da das Projekt die weitgehend bedeutungslose führende „10“ aus seinem Versionsschema gestrichen hat. Jellyfin 10.11.x war der letzte Zweig, der das alte Format verwendete.

Hinter den Kulissen baut ein Großteil der Arbeit in Jellyfin 12.0 auf der mit Version 10.11 eingeführten Datenbanküberarbeitung auf. Wiedergabelisten, Sammlungen und Boxsets werden nun so gespeichert, dass die Datenbank mit einzelnen Einträgen arbeiten kann, anstatt wiederholt ganze Listen zu laden. Dadurch sollten große Wiedergabelisten spürbar schneller sein.

Eine weitere bemerkenswerte Neuerung ist die Unterstützung mehrerer Versionen von TV-Episoden. Verschiedene Ausgaben oder Auflösungen derselben Episode (zum Beispiel 1080p- und 4K-Kopien) können nun auf dieselbe Weise zusammengefasst werden, wie Jellyfin bereits alternative Filmversionen handhabt.

In dieser Version werden zudem Bücher und Comics mit mehr Aufmerksamkeit gewürdigt. Ein Großteil der Funktionen, die zuvor vom Bookshelf Plugin bereitgestellt wurden, wurde direkt in den Jellyfin-Server integriert, darunter die Extraktion von Metadaten aus OPF- und ComicInfo-Dateien, die Erstellung von Covern für EPUBs und Comic-Archive, die Seitenzählung für Comics und PDFs, die Extraktion von Hörbuchkapiteln sowie eine verbesserte Auswertung von Dateinamen.

Der Web-Client ergänzt diese Änderungen im Backend durch ein modernes Layout für die Bücherbibliothek, eine neu gestaltete Leseoberfläche, verbesserte Steuerelemente für die EPUB-Schriftgröße, Fortschrittsanzeigen und eine autorenorientierte Navigation. Das alte „Bookshelf“-Plugin ist veraltet.

Was die Benutzeroberfläche betrifft, ist das zuvor experimentelle Modern Layout von Jellyfin nun die Standardeinstellung auf Desktop- und Mobilgeräten, sofern der Nutzer keine andere Option ausgewählt hat. Die bisherige Benutzeroberfläche bleibt unter dem neuen Namen Legacy verfügbar, während TV-Geräte weiterhin ihr bestehendes TV-Layout verwenden.

Auch die Such- und Empfehlungsfunktionen lassen sich zunehmend erweitern. Plugins können nun eigene Suchergebnisse und Empfehlungsdaten bereitstellen, während Empfehlungsanbieter für einzelne Bibliotheken separat ausgewählt werden können. ListenBrainz ist als eine solche Quelle für Musikempfehlungen enthalten.

Im Bereich der Medienverarbeitung wechselt Jellyfin 12.0 zu FFmpeg 8.1 und enthält Verbesserungen in Bezug auf CUDA-Transponierung, OpenCL-Skalierung und Tonwertumwandlung, Dolby-Vision-Kompatibilität, Untertitel, direktes AV1-Streaming auf TV-Clients sowie Wiedergabeunterstützung für webOS, Tizen, Android TV und iOS.

Die Version enthält außerdem mehrere Sicherheitskorrekturen, die Probleme wie manipulierte Anfragen zum Zugriff auf Dateien außerhalb der vorgesehenen Verzeichnisse, Cross-Site-Scripting-Schwachstellen im Web-Client, unsichere Plugin-Paketnamen sowie Schwachstellen im Zusammenhang mit dem Einrichtungsassistenten und der Kindersicherung beheben.

🎓 Beachten Sie abschließend einige wichtige Anforderungen für das Upgrade. Jellyfin 12.0 ändert das Datenbankschema und schreibt die Daten beim ersten Start neu, daher sollten Benutzer vor dem Upgrade eine vollständige Sicherung erstellen. Auf den Systemen muss bereits Jellyfin 10.10.7 oder eine beliebige Version der Reihe 10.11.x installiert sein, und anschließend ist ein vollständiger Bibliotheksscan erforderlich.

Zudem benötigen Plugins von Drittanbietern, die für Jellyfin 10.11 entwickelt wurden, aktualisierte Versionen, um mit 12.0 zu funktionieren, und einige sehr alte Clients, die auf veraltete /emby/ oder /mediabrowser/ Endpunkte angewiesen sind, werden nicht mehr funktionieren.

Weitere Details finden Sie in der offiziellen Ankündigung zur Veröffentlichung von Jellyfin 12.0.

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