
NGINX 1.30 als neuer stabiler Zweig mit Early Hints und ECH veröffentlicht
NGINX 1.30 ist nun die neue stabile Version und bietet HTTP Early Hints, verschlüsseltes ClientHello, Sticky Sessions sowie Unterstützung für HTTP/2 im Backend.
Eine Übersetzung von 🇬🇧 Linuxiac.com
NGINX hat die Version 1.30 veröffentlicht und damit einen neuen stabilen Zweig für den weltweit am häufigsten eingesetzten Webserver geschaffen, der derzeit von über 32 % aller Websites genutzt wird.
Diese Version bietet nun Unterstützung für HTTP Early Hints, HTTP/2-Verbindungen zu Upstream-Backends, OpenSSL-ECH-Integration für Encrypted ClientHello, Sticky Sessions für Upstreams und Multipath TCP. Die Standard-Upstream-HTTP-Version ist nun auf HTTP/1.1 mit aktiviertem Keep-Alive eingestellt.
Die Version erweitert zudem die TLS- und SSL-Funktionalität. Zu den bemerkenswerten Änderungen zählen Zertifikatskomprimierung, Unterstützung für das Laden von Schlüsseln über OSSL_STORE, komprimierte Serverzertifikate mit BoringSSL, neue Variablen $ssl_sigalg und $ssl_client_sigalg, aktualisierte SNI-Verarbeitung über den ClientHello-Callback sowie Kompatibilitätsverbesserungen für OpenSSL 4.0.
Zu den Verbesserungen des HTTP-Protokolls in NGINX 1.30 gehören eine optimierte Behandlung wiederholter 103-Antworten, das Löschen von „Early Hints“ über HTTP/2, die Einführung einer indizierten Feldzeilenkodierung für „103 Early Hints“ in HTTP/3 sowie die Behebung von Problemen bei der Behandlung von :authority und Host in HTTP/2 und HTTP/3. Mit dieser Version werden außerdem die HTTP-CONNECT-Infrastruktur und die Direktive max_headers eingeführt.
Was HTTP/3 betrifft, so wurden Korrekturen für die Verarbeitung von Ganzzahlen variabler Länge, das Bestätigungsverhalten bei begrenzten Überlastungsfenstern, Segmentierungsfehler bei fehlgeschlagenem Handshake, die Verarbeitung von stateless Resets, worker-gebundene stateless Reset-Token, die BPF-Kompilierung mit neueren Linux-Kerneln, die Integration der OpenSSL 3.5 QUIC-API sowie verschiedene Verbesserungen bei der Kompatibilität und den Funktionstests vorgenommen.
Neben der Unterstützung für HTTP/2-Upstream und Sticky Sessions offeriert Version 1.30 Fehlerbehebungen für die Neuinitialisierung von gRPC-Anfragen mit Early Hints, Probleme beim Caching von HTTP/2-Upstream, Segmentierungsfehler bei URI-Änderungen im Proxy-Betrieb, das Reset-Verhalten für ausstehende HTTP/2-Kontrollframes, das Zurücksetzen der gRPC-Pufferkette bei der Neuinitialisierung des Upstreams, das Zurücksetzen lokaler Adressen bei Fehlern sowie die Überlauferkennung beim Parsen von Cache-Control Delta-Sekunden.
Erwähnenswert ist auch, dass das Upstream-Keepalive-Modul nun standardmäßig aktiviert ist. Darüber hinaus wurden zahlreiche weitere Korrekturen in anderen Serverkomponenten implementiert. Eine detaillierte Übersicht finden Sie im Changelog.
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