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postmarketOS heißt nach Umbenennung des Projekts nun Nura

Bobby Borisov
Bobby Borisov Linux

Das auf Linux basierende mobile Betriebssystem postmarketOS hat nach einem anderthalbjährigen Auswahlverfahren seinen Namen offiziell in Nura geändert.
Eine Übersetzung von 🇬🇧 Linuxiac.com

Das mobile Linux-Betriebssystem postmarketOS hat seinen Namen offiziell in Nura geändert und damit einen etwa anderthalb Jahre dauernden Namensfindungsprozess abgeschlossen.

Das Projekt gab den neuen Namen heute im Rahmen seiner Konferenz bekannt. Von nun an werden das Betriebssystem und das Projekt unter dem Namen Nura bekannt sein, wobei Verweise auf postmarketOS in der Dokumentation, in Paketen, auf Websites und an anderen Stellen bis zum Abschluss der Umstellung bestehen bleiben.

🎓 „Nura“ ist die Kurzform von „Nuraghe“, dem Namen für antike Steinstrukturen, die auf ganz Sardinien in Italien zu finden sind. Viele dieser Bauwerke haben Tausende von Jahren überdauert, was nach Ansicht der Entwickler gut zum langjährigen Ziel des Projekts passt, Geräte so lange wie möglich nutzbar zu halten.

Was die Frage angeht, warum postmarketOS überhaupt einen neuen Namen benötigte, verweist das Team auf mehrere praktische Probleme, die im Laufe der Jahre zunehmend auffällig geworden sind.

Zunächst einmal ist „postmarketOS“ lang und kann in manchen Sprachen schwer auszusprechen und zu merken sein. Die ungewöhnliche Schreibweis hat zu Verwirrung geführt, sodass häufig Varianten wie PostmarketOS, PostMarketOS und PostmarketOS auftauchten.

Noch wichtiger ist jedoch, dass der beschreibende alte Name nach Ansicht der Entwickler den Umfang des Projekts nicht mehr zutreffend widerspiegelt. Was ursprünglich die Idee hinter postmarketOS erklärte, wurde im Zuge der Weiterentwicklung des Projekts zu einer Einschränkung. So werden beispielsweise PinePhones mittlerweile mit vorinstalliertem postmarketOS verkauft, wodurch das Konzept eines reinen „post-market-OS" weniger zutreffend ist.

Ein weiterer Aspekt ist, dass der Name „postmarketOS“ beschreibender Natur ist und daher nicht als Marke eingetragen werden kann. Für „Nura“ wurde hingegen eine Markenanmeldung eingereicht, wodurch das Projekt seine Identität besser vor betrügerischer oder irreführender Nutzung schützen kann.

Nach Angaben des Teams war die Wahl des Ersatznamens keine schnelle Entscheidung. Mehr als 300 Namen wurden von der Community eingereicht, bevor ein Auswahlteam diese in mehreren Bewertungsrunden eingrenzte.

Vier Kandidaten schafften es schließlich in die engere Auswahl. Sie wurden auf potenziell problematische Bedeutungen in verschiedenen Sprachen überprüft, bevor sie einer internen Teamabstimmung unterzogen wurden, bei der „Nura“ schließlich das beste Ergebnis erzielte.

Trotz des neuen Namens bleibt das bekannte Logo von postmarketOS erhalten. Es wurde leicht überarbeitet, unter anderem durch einen größeren Abstand zwischen den Pfeilen, um die Sichtbarkeit aus der Ferne zu verbessern. Die aktualisierte Version wurde zudem mathematisch neu konstruiert, um eine konsistente Reproduktion zu erleichtern.

Mit dem Rebranding geht auch eine neue Website unter nura.eco einher. Die Entwickler hatten zunächst nura.org ins Auge gefasst, doch die Domain war bereits vergeben und konnte nicht zu einem angemessenen Preis erworben werden. Stattdessen entschied sich das Team für die .eco Domain, die gut zum Schwerpunkt des Projekts passt, nämlich die Nutzungsdauer bestehender Hardware zu verlängern.

Für Endnutzer ändert sich nichts. Nura setzt die gleiche Mission fort, die postmarketOS seit Jahren verfolgt: die Bereitstellung eines Linux-basierten Betriebssystems, mit dem Smartphones und andere Geräte auch lange nach Ablauf des ursprünglichen Software-Supports weiter genutzt werden können.

Weitere Details finden Sie in der offiziellen Ankündigung.

Bildnachweis: Nura


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