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Publii: Version 0.48 ist da und bringt große Neuerungen

Publii 0.48 ist ein großes Update der freundlichen Schreibmaschine fürs Web. Nun ist nach einem etwas holprigen Start das bereinigte Update 0.48.1 erschienen.

Publii ist ein statisches CMS. Gearbeitet wird offline am heimischen Rechner und hochgeladen wird am Schluss - bis dahin ist keine Internetverbindung nötig. Und nein, PHP ist auch nicht im Spiel. Nun ist Version 0.48.1 erschienen und kann rundum empfohlen werden, nachdem es mit v0.48.0 ein Problem mit der Speicherung der Zugangsdaten gab, da die zugrundeliegende Komponente gewechselt wurde¹.

Der Wordpress-Importer wurde verbessert, ebenso wie die Post-Vorschau und das Site-übergreifende Arbeiten, während der WYSIWYG-Editor statt auf TinyMCE nun auf HugeRTE basiert und Autoren nicht mehr mit Links geizen müssen. Und vieles mehr!

Multitasking

Publii kann nun mit mehreren Sites (z.B privat und beruflich) gleichzeitig umgehen, indem mehrere Fenster bzw. Instanzen simultan geöffnet werden können. Und um Unfällen vorzubeugen, können diese auch unterschiedlich eingefärbt werden.

Diese Funktion kann über die Oberfläche aufgerufen werden (Open in new window / In neuem Fenster öffnen) oder aber bequem per Shortcut - Strg + N mit Windows und Linux, Cmd + N mit dem Mac.

Vorschau

Zuvor wurde die Vorschau eines Posts direkt vom Computer aus geöffnet - nämlich über lokale file:/// Adressen . Das war suboptimal, da diverse Ressourcen wie etwa Youtube-Videos so nicht funktionierten - man musste den Post also erst hochladen, um zu prüfen, ob alles funktionierte. Ab sofort startet Publii für Previews einen lokalen Webserver, und zwar inklusive des von Youtube verlangten Seitenkontextes. Somit hat die deprimierende Diskrepanz zwischen Vorschau und fertigem Post endlich ein Ende.

Darüber hinaus gibt es nun auch ein Local Preview Panel zur Verwaltung der Previews und des lokalen Servers.

Dort lässt sich unter anderem auch die Portnummer einstellen, falls Sie diesbezüglich Präferenzen haben sollten.

Wordpress

Der Wordpress-Importer hat dazugelernt. So wird die Menüstruktur nun korrekt übernommen - und zwar einschließlichlich Reihenfolge und Verschachtelung. Ebenso bleiben benutzerdefinierte Links und auf Wunsch auch Slugs nun erhalten.

Publii kann nun Ihre Navigationsmenüs importieren, wobei deren Reihenfolge und Verschachtelung erhalten bleiben. Es verknüpft unterstützte Links mit den importierten Inhalten und behält benutzerdefinierte Links sowie deren Attribute bei. Sie können außerdem entscheiden, ob WordPress-Slugs beibehalten oder neue generiert werden sollen, und festlegen, wie Kategorien und Tags importiert werden sollen. Verschachtelte Seiten behalten ihre übergeordneten Beziehungen bei. 

Erfreulicherweise werden auch Wordpress-Galerien nun derart importiert, dass sie in Publii editierbar bleiben.

WYSIWYG

Der Word-ähnliche Editormodus What You See Is What You Get basiert nun auf HugeRTE, wodurch kleinere Unzulänglichkeiten des alten, auf TinyMCE basierenden Editors behoben sein dürften.
So nervte letzterer etwa damit, dass bei der Markierung als Pre-Text auch nicht markierte Zeilen als Pre markiert wurden, sodass der durch das Pre erzeugte graue Kasten mehr Zeilen umfasste als beabsichtigt. Dieses Problem besteht nun nicht mehr.

Links

Bei den Beschreibungen von Autor und Tags offeriert das Textfeld nun auch die Möglichkeit der Verlinkung. Das ist insbesondere für fleißige Autoren praktisch, die im Internetz viele verschiedene Spuren hinterlassen haben, die es zu verlinken gilt.

Dabei besteht wie auch bei bei den Artikeln selbst die Möglichkeit, eigene Posts oder aber externe Artikel und Webseiten zu verlinken.

Und vieles mehr

Das Management für Dateien, Themes und Plugins wurde verbessert und der Publii-eigene Dateimanager wurde aufgebohrt.

Darüber hinaus wurde die Bedienung per Tastatur(-kürzel) verbessert und die Anzeige von Tooltips aufgehübscht.
Daneben sind wie üblich viele weitere Verbesserungen kleineren Ausmaßes zu verzeichnen:

  • Bildfelder und Vorschaubilder: Verbesserte Validierung beim Hochladen, Ersetzen und Wiederherstellen nach einem fehlgeschlagenen Upload. Beim Verwerfen von Änderungen werden Bilder, die noch verwendet werden, nicht mehr entfernt, und beim Speichern eines Beitrags oder einer Seite bleibt der genaue Dateiname des vorhandenen Vorschaubildes erhalten.
  • Interne Links: Korrektur der Linkauflösung in den Theme-Optionen, im benutzerdefinierten HTML, im generierten CSS und im Block-Editor, einschließlich Autoren- und Startseiten-Links. Werte, die Anführungszeichen, Backslashes oder Zeilenumbrüche enthalten, werden zuverlässiger verarbeitet.
  • Dateiauswahl in Link-Dialogfeldern: Link-Auswahlfelder blenden Ordner aus, wenn deren Inhalt nicht durchsucht werden kann, sodass Ordner nicht mehr als unbrauchbare Linkziele angezeigt werden.
  • Benutzerdefinierte Beitragsoptionen: Es wurde behoben, dass Werte nach einer Änderung der Optionsdefinitionen eines Themes den falschen Feldern zugeordnet wurden.
  • Verschieben von Website-Ordnern: Publii schützt vorhandene Zieldateien, prüft auf Namenskonflikte und entfernt Quelldateien erst nach erfolgreichem Verschieben. Fehlt der konfigurierte Website-Ordner, können Sie ihn über ein Dialogfeld erneut auswählen.
  • FTP, SFTP und GitHub: Verbesserte Verbindungsverwaltung während der Synchronisierung, einschließlich Keep-Alive-Unterstützung im alternativen FTP-Client sowie korrigierte SFTP- und GitHub-Verbindungstests.
  • Autorenseiten und strukturierte Daten: Die Anzahl der Beiträge pro Autor wurde korrigiert, sodass keine leeren Autorenseiten aus nicht zugehörigen Inhalten generiert werden. Das Feld „Website“ eines Autors wird nun, sofern verfügbar, als „author.url“ in die strukturierten Daten des Artikels aufgenommen.
  • Neue Website-URLs: „Pretty URLs“ sind standardmäßig für neu erstellte Websites aktiviert, einschließlich solcher, die über einen WordPress-Import erstellt wurden. Bestehende Website-Einstellungen bleiben unverändert.
  • Gespeicherte Anmeldedaten: Beim Löschen einer Website werden auch die zugehörigen Anmeldedaten aus dem Anmeldedatenspeicher des Betriebssystems entfernt.
  • Autorenaktualisierungen: Eine interne Aktion zur Autorenaktualisierung, die zu Konsolenfehlern führen konnte, wurde korrigiert.

Fazit

Publii hat mit Version 0.48 ein starkes Update hingelegt, das viele kleinere Baustellen geschlossen und starke Funktionen wie etwa das Multitasking eingeführt hat. Tatsächlich ist man fast schon geneigt, von einer 1.0 zu sprechen ;-)

Bildnachweis: Publii


¹keytar > keyring

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