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Der native Linux-Client für Proton Drive befindet sich endlich in der Entwicklung

Proton bestätigt, dass das Unternehmen derzeit aktiv an der Entwicklung eines nativen Drive-Clients für Linux arbeitet und dabei sein neues SDK nutzt, um Desktop-Nutzern die verschlüsselte Dateisynchronisierung näherzubringen.
Eine Übersetzung von 🇬🇧 Linuxiac.com

Proton hat bestätigt, dass das Unternehmen derzeit aktiv an der Entwicklung eines nativen Proton Drive-Clients für Linux arbeitet und damit eine der am häufigsten nachgefragten Lücken in seinem verschlüsselten Cloud-Speicherdienst schließt.

Für diejenigen, die Proton Drive noch nicht kennen: Es handelt sich um den datenschutzorientierten Cloud-Speicherdienst von Proton, der in seiner Grundfunktion Google Drive, Dropbox oder OneDrive ähnelt, jedoch auf einer End-to-End-Verschlüsselung basiert. Er ermöglicht es Nutzern, Dateien online zu speichern, zu synchronisieren, darauf zuzugreifen und sie zu teilen, wobei der Inhalt der Dateien geschützt bleibt, sodass selbst Proton keinen Einblick in diese hat.

🎓 Der Dienst ist sowohl in einer kostenlosen als auch in kostenpflichtigen Versionen verfügbar. Der kostenlose Tarif von Proton Drive bietet bis zu 5 GB verschlüsselten Cloud-Speicher, während die kostenpflichtigen Tarife den verfügbaren Speicherplatz erhöhen. Proton listet derzeit Drive Plus mit 200 GB, Proton Unlimited mit 500 GB und Proton Duo mit 2 TB sowie Business-Tarife für Teams auf.

Die Bestätigung für Linux erfolgte im Rahmen von Protons Update vom Juni 2026 für sein Drive SDK, das nun als gemeinsame technische Grundlage für Drive auf allen Plattformen dient. Laut Proton wird der Linux-Client von Grund auf neu entwickelt, um die Vorteile dieses SDKs zu nutzen.

Wir arbeiten derzeit auch intensiv an einer der von der Community am häufigsten nachgefragten Funktionen: dem Proton Drive-Client für Linux, der von Grund auf neu entwickelt wurde, um das SDK optimal zu nutzen.

Um es klar zu sagen: Proton Drive für Linux ist noch nicht veröffentlicht worden, und Proton hat noch keinen Starttermin bekannt gegeben. Dies ist jedoch die bislang eindeutigste offizielle Bestätigung dafür, dass ein nativer Linux-Desktop-Client nicht nur ein Wunsch der Community oder eine langfristige Möglichkeit ist, sondern tatsächlich entwickelt wird.

Proton Drive ist bereits über das Web verfügbar, und es gibt Desktop-Apps für Windows und macOS, während die mobilen Apps Android und iOS abdecken. Linux-Nutzer mussten sich jedoch bisher auf die Weboberfläche oder inoffizielle Lösungen von Drittanbietern verlassen.

Das SDK-Update bringt zudem Leistungsverbesserungen für Proton Drive mit sich. Laut Proton sind Uploads nun bis zu dreimal schneller, während Downloads bis zu zweimal schneller sind. Das Unternehmen gibt außerdem an, dass das kryptografische Modell verbessert wurde, wodurch neue Dateien bis zu viermal schneller Ende-zu-Ende-verschlüsselt werden können.

Über die Desktop-Synchronisierung hinaus soll das SDK laut Proton die Integration von Proton Drive in andere Proton-Dienste und externe Tools im Laufe der Zeit vereinfachen. Ein vom Unternehmen bereits genanntes Beispiel ist die Integration mit Lumo, dem datenschutzorientierten KI-Assistenten von Proton, wodurch in Proton Drive gespeicherte Dokumente genutzt werden können, während sie durch eine End-to-End-Verschlüsselung geschützt bleiben.

Derzeit steht Linux-Nutzern also noch kein offizieller Proton Drive-Desktop-Client zur Installation zur Verfügung. Die gute Nachricht ist jedoch, dass sich dies bald ändern wird.

Weitere Informationen finden Sie in der Ankündigung oder im Proton Drive SDK-Repo auf GitHub.

 

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