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Die Steam Machine von Valve verleiht Linux-Gaming einen neuen Schub im Wohnzimmer

Die neue Steam Machine von Valve läuft unter SteamOS und bringt Linux-basiertes PC-Gaming in einer kompakten, konsolenähnlichen Form zurück ins Wohnzimmer.
Eine Übersetzung von 🇬🇧 Linuxiac.com

Valve hat offiziell seine neue Steam Machinevvorgestellt, einen kompakten Gaming-PC, der in einen etwa 6-Zoll-Würfel passt. Damit kehrt das Konzept des Linux-basierten Gaming-PCs für das Wohnzimmer mehr als ein Jahrzehnt nach dem Erscheinen der ersten Steam Machines zurück.

Das neue Gerät läuft unter SteamOS 3, dem auf Arch Linux basierenden Betriebssystem von Valve, das rund um den Steam-Client aufgebaut und für Spiele optimiert ist. Laut Valve sind die Kernkomponenten des Betriebssystems Open Source, während der Steam-Client proprietär bleibt.

Die Hardware basiert auf einer halbmaßgeschneiderten AMD-CPU und -GPU und wird für 4K-Gaming mit 60 FPS und AMD-FSR-Upscaling beworben. Laut Valve ist die Steam Machine mehr als sechsmal so leistungsstark wie das Steam Deck; statt auf mobiles Gaming zielt das neue System daher auf PC-Gaming über den Fernseher ab, wobei SteamOS die konsolenähnliche Benutzeroberfläche bereitstellt.

Zu den Anschlussmöglichkeiten gehören Gigabit-Ethernet, Wi-Fi 6E, Bluetooth, DisplayPort 1.4, HDMI 2.0, USB-C sowie mehrere USB-A-Anschlüsse. Valve bietet Speicheroptionen mit 512 GB und 2 TB an, wobei die Möglichkeit zur Speichererweiterung bereits im Design vorgesehen ist.

Die Kernkomponente ist natürlich SteamOS. Das Betriebssystem nutzt für Spiele eine Steam-Oberfläche im Konsolenstil und verfügt zudem über einen Desktop-Modus, der den Nutzern Zugriff auf eine traditionelle Linux-Desktopumgebung gewährt. Auf dem Steam Deck übernimmt diese Rolle KDE Plasma.

Die Steam Machine profitiert zudem von Proton, Valves Kompatibilitätsschicht, die es ermöglicht, viele Windows-Spiele unter Linux auszuführen. Die ersten Steam Machines hatten 2015 teilweise deshalb Schwierigkeiten, weil die Unterstützung für Linux-Spiele damals noch schwächer war. Heute befindet sich das Steam-Ökosystem in einer ganz anderen Lage: Proton, Vulkan, AMDs Linux-Grafikstack und die Kompatibilitätsarbeit für das Steam Deck verschaffen Valve eine wesentlich solidere Grundlage.

Für das Gaming unter Linux ist dies eine bedeutende Neuerscheinung. Warum? Das Steam Deck hat bewiesen, dass ein Linux-basiertes Spielesystem als Mainstream-Konsumentenprodukt funktionieren kann, wenn Hardware, Software, Treiber und die Spielekompatibilitätsschicht als ein einheitliches Erlebnis gesteuert werden.

Die neue Steam Machine ist ab 1.049 US-Dollar für das 512-GB-Modell erhältlich, während die 2-TB-Version 1.349 US-Dollar kostet. Valve verkauft den Steam Controller außerdem separat für 79 US-Dollar, wodurch sich der Einstiegspreis inklusive Controller auf 1.128 US-Dollar beläuft. Das Gerät kommt am 29. Juni 2026 auf den Markt, wobei Valve vor der Veröffentlichung ein Vorbestellungssystem nutzt.

Weitere Details finden Sie in der offiziellen Ankündigung von Valve.

Bildnachweis: Valve

 

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